Personalien
Generationswechsel beim Superbiomarkt
Michael Radau übergibt Ruder an Sohn Luca
© SuperBioMarkt AG
Nach über 40 Jahren an der Spitze des von ihm gegründeten Unternehmens zieht sich Michael Radau aus dem operativen Geschäft des Superbiomarkts zurück. Die Unternehmensführung übernimmt mit dem Jahreswechsel als alleiniger Vorstand sein Sohn Luca Radau, der zuvor bereits als Leiter Handel tätig war.
Luca Radau betont, dass die Fußstapfen zwar groß seien, er aber auch andere und neue Schwerpunkte setzen wolle. „Michael schätzen wir für seine motivierenden Reden zu unseren Werten und zu unserer Haltung. Mein Schwerpunkt liegt vor allem auf Prozessabläufen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Da verfügen wir beide über ganz unterschiedliche Stärken“, sagt er.
Die neue Führung will bestehende Märkte modernisieren und an neuen Standorten innerhalb und außerhalb des Kerngebiets kontrolliert expandieren. Mit neuen Formaten, einem ansprechenden Ladenbau und einer verstärkten Digitalisierung sollen insbesondere neue Zielgruppen, die sich für genussvolles Essen interessieren, angesprochen werden. „Einiges werden wir bereits bei unserer Neueröffnung in Münster-Gremmendorf im März 2026 erlebbar machen,“ verspricht Luca Radau.
Michael Radau will sich zukünftig verstärkt seinen Ehrenämtern widmen, darunter als Präsident des Handelsverbandes in Nordrhein-Westfalen und Vizepräsident des HDE sowie der IHK NordWestfalen. Er sieht eine Marktbereinigung im Bio-Fachhandel als unvermeidlich, betont aber die Notwendigkeit eines qualitativ guten Fachhandels angesichts der zunehmenden Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel. Die Branche mahnt er zu mehr Innovation und fordert die Verbände dazu auf, gemeinsam Systeme zu etablieren, die ein hohes Vertrauen in den Mehrwert von Verbandsware schaffen.
Luca Radau will sich ebenfalls im Sektor engagieren und hat sich für den Wiedereintritt in den Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) entschieden, um den Wandel im Fachhandel mitzugestalten.







