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Protest gegen Neue Gentechnik

Bündnis Bayern fordert strikte Regulierung

Protest gegen Neue Gentechnik © BN
Protestaktion in München des Bündnis Bayern für eine gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft

Anfang Dezember könnten die bestehenden EU-Vorschriften zur Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und Risikoprüfung für Pflanzen aus Neuer Gentechnik aufgehoben werden, falls der EU-Trilog sich entsprechend einigt. Aus diesem Anlass hat das ‚Bündnis Bayern für eine gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft‘ heute mit einer Kundgebung vor der Staatskanzlei in München protestiert. Die Organisatoren fordern die zuständigen Politiker aus Landes- und Bundesebene dazu auf, das bayerische Naturschutzgesetz zu befolgen und dem Gesetzesvorschlag zur Gentechnik in Brüssel nicht zuzustimmen.

„Bayern ist seit 2009 gentechnikanbaufrei, und das soll auch so bleiben!“, betont das Bündnis in einer Pressemitteilung. Der Großteil der Bürger lehne die Risikotechnologie ab. Große Konzerne profitieren von Patenten auf gentechnisch veränderte Pflanzen, während die Heilsversprechen der Gentechnik auch nach Jahrzehnten intensiver Forschung unerfüllt blieben.

Unterstützt wurde das Bündnis von Pola Krenkel und Nicole Schmitt, zwei jungen Landwirtinnen aus Bayern, deren Petition ‚Neue Gentechnik: Wahlfreiheit sichern – Risiken vermeiden!‘ fast 130.000 Bürger unterzeichnet haben. Morgen soll die Petition in Berlin an das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) übergeben werden.

„Wir wollen, dass Züchter, Bauern, Verarbeiter und Händler von Lebensmitteln auch in Zukunft – durch effektive Koexistenz- und Haftungsregeln – gentechnikfrei wirtschaften können, ob ökologisch oder konventionell. Der Zugang zu Saatgut und genetischen Ressourcen muss erhalten bleiben und darf nicht unter die Kontrolle weniger Saatgut- und Chemie-Konzerne geraten!“, betonte Schmitt.

Krenkel mahnte, CSU-Politiker wie EVP-Fraktionschef Manfred Weber und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer müssten sich an das im Koalitionsvertrag verankerte Ziel halten, die Gentechnikfreiheit in Bayern zu bewahren.

Das ‚Bündnis Bayern für eine gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft‘ hat sich im März 2023 neu gegründet, mit dem Ziel, dass die Prinzipien der Vorsorge, Risikoprüfung und Kennzeichnungspflicht auch bei Neuen Gentechniken strikt beibehalten werden. Dazu zählen unter anderem die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) mit den Mitgliedsverbänden Bioland, Naturland und Biokreis, und der Bund Naturschutz in Bayern (BN).

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