Kennzeichnung
Swissveg launcht neues ‚V-Label Vegan Agriculture‘
„Ein logischer Schritt zu konsequent veganen Wertschöpfungsketten“
Der Schweizer Verein Swissveg, Gründer des international bekannten V-Labels, hat zusammen mit dem Netzwerk ‚Biocyclic Vegan International‘ das neue ‚V-Label Vegan Agriculture‘ vorgestellt. Mit der Erweiterung des V-Labels auf die landwirtschaftliche Produktion wollen die Organisationen einen weiteren Schritt hin zu einer vollständig veganen Wertschöpfungskette markieren.
Laut den Initiatoren hat die vegane Landwirtschaft, die heute immer noch eine Pionierbewegung ist, gerade in der Schweiz eine lange Tradition: Bereits in den 1920er-Jahren stellte Mina Hofstetter ihren Hof am Greifensee auf eine bio-vegane Bewirtschaftung um. Mit der neuen Labelvariante soll die Bewegung nun an Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit gewinnen.
Während sich das V-Label in den letzten 30 Jahren am Markt etabliert hat, bringt Biocyclic Vegan International mit den Biozyklisch-Veganen Richtlinien und dem Biozyklisch-Veganen Gütesiegel sein Wissen über die vegane Landwirtschaft in der Praxis ein. Gemeinsam wollen die beiden Organisationen eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Markt schlagen und Betrieben, die ohne Tierhaltung und tierische Betriebsmittel wirtschaften, eine starke Stimme geben.
„Die Erweiterung des V-Labels über die Produktzutaten hinaus auf die landwirtschaftliche Erzeugung ist ein logischer Schritt hin zu konsequent veganen Wertschöpfungsketten“, betont Axel Anders, Mitgründer von Biocyclic Vegan International.
Zu den ersten lizenzierten Betrieben gehören die Solawi Halde in Altendorf, die Ferme du Château in Payerne und die Moosfeld Gemüse GmbH in Singen. Sie sehen in der neuen Kennzeichnung vor allem eine Chance, ihre Anbaumethoden klarer zu kommunizieren und deren Mehrwert hervorzuheben.
„Verantwortung beginnt am Boden“, sagt Solawi-Gründer Christian Mächler. Für Bruno Graf von der Ferme du Château ist die Zusammenarbeit ein „wichtiger Schritt zur Emanzipation der veganen Landwirtschaft“. Und Gemüseproduzent Jakob Mannherz bezeichnet die biozyklisch-vegane Produktion als „neuen Goldstandard im biologischen Gemüsebau“ – ein Anspruch, den das V-Label nun unterstreiche.
Die Einführung des Labels erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Kritik an tierhaltungsbasierten Agrarsystemen. So hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jüngst erneut vor zunehmenden Antibiotikaresistenzen gewarnt – ein globales Problem, das eng mit intensiver Tierhaltung und übermäßigem Antibiotikaeinsatz verknüpft ist. Laut Swissveg macht dies deutlich, wie dringend Alternativen in der Landwirtschaft benötigt werden.
„Jetzt ist der richtige Moment, um die vegane Landwirtschaft sichtbarer zu machen“, sagt Renato Pichler, Gründer des V-Labels. Das neue Label zeige, dass eine zukunftsfähige Landwirtschaft ohne Tierausbeutung möglich sei.







