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Fairer Handel

Neuer Kakao-Plus-Preis bei GEPA

Mindestpreis für Bio-Rohkakao auf 3.500 US-Dollar pro Tonne erhöht

Neuer Kakao-Plus-Preis bei GEPA © GEPA – The Fair Trade Company / C. Nusch
Adriana aus der Dominikanischen Republik freut sich über einen neuen Sportplatz.

Anlässlich des ‚Welttags gegen Kinderarbeit‘ am 12. Juni hat die GEPA ihren Mindestpreis für Bio-Rohkakao auf 3.500 US-Dollar pro Tonne angehoben. Darin sind 240 US-Dollar Fairtrade-Prämie und 300 US-Dollar Bio-Prämie enthalten. Durchschnittlich zahle der Fairtrade-Pionier sogar rund 3.700 US-Dollar und liege damit 25,9 Prozent über dem Fairtrade-Mindestpreis und 56,1 Prozent über dem Kakao-Weltmarktpreis von 2020.

Der neue Preis orientiere sich an den Anforderungen der Handelspartner in Westafrika und Lateinamerika, mit denen sich die GEPA regelmäßig austauscht. Kleinbauernfamilien seien damit noch stärker gegen niedrige Weltmarktpreise abgesichert. Die GEPA arbeite bei diesem Thema eng mit der World Fair Trade Organization zusammen.

GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger: „Ausbeuterische Kinderarbeit hat strukturelle Gründe: Die Konzerne schaffen durch Produktionserhöhung bei niedrigen Preisen Überproduktion und weiteren Preisverfall. Wenn die Eltern nicht genug verdienen, müssen ihre Kinder mit auf den Feldern schuften.“ Laut einer NORC-Studie der Universität Chicago würden aktuell 1,5 Millionen Kinder in Westafrika im Kakao-Anbau ausgebeutet.

Durch den Kakao-Plus-Preis könne eine Kooperative mehr investieren, zum Beispiel in Schulbildung oder Freizeitangebote der Kinder ihrer Mitglieder, die eigene Weiterqualifizierung oder den Straßenbau. So etwa GEPAs langjähriger Partner COOPROAGRO in der Dominikanischen Republik. Durch die höheren Einnahmen konnte die Kooperative eine Schule bereits um ein neues Gebäude erweitern und einen neuen Sportplatz bauen.

Weitere Informationen zum neuen GEPA-Mindestpreis finden sich hier.

GEPAs aktualisiertes Positionspapier zur ausbeuterischen Kinderarbeit kann hier heruntergeladen werden.


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