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Hersteller sollen für Müll zahlen

Studienergebnisse zeigen Kosten der kommunalen Müllentsorgung

Plastik- und Verpackungsmüll machen im Volumen mehr als 40 Prozent des Straßenmülls aus. Für kommunale Stadtreiniger ergeben sich aus der Entsorgung Gesamtkosten von rund 700 Millionen Euro. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesumweltministeriums und des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) hervor, für die über ein ganzes Jahr hinweg Daten aus 20 Städten gesammelt wurden.

Bislang tragen vor allem die Kommunen die Kosten für die Müllbeseitigung und die Reinigung von öffentlichen Wegen und Plätzen. Das soll aber laut der Kunststoffrichtlinie der EU, die im Mai 2019 in Kraft getreten ist, anders werden. Künftig sollen auch die Hersteller von Verpackungen und Plastik-Einwegprodukten an den Kosten beteiligt werden.

Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD will daher jetzt die Hersteller von Einwegplastikprodukten zur Kasse bitten. Parks und Straßen sollten künftig sauberer werden. Es gehe dabei nicht darum, Plastikbecher durch Pappbecher zu ersetzen. Die Alternative müsse Mehrweg sein, forderte Schulze. Konkrete Fragen wie zum Beispiel, wie viel Produzenten genau zahlen sollen und wie das Geld eingesammelt werden soll, könne sie noch nicht beantworten, so die Umweltministerin.

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