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Erfolg für zehn Jahre staatliches Ohne Gentechnik-Siegel

Mehrheit der Deutschen bevorzugt Lebensmittel mit Ohne Gentechnik-Kennzeichnung

Erfolg für zehn Jahre staatliches Ohne Gentechnik-Siegel © Thomas Götz / VLOG
Feiern zehn Jahre „Ohne GenTechnik“-Siegel (v.l.): Christoph Zimmer, Vorstandsmitglied des Verbandes Lebensmittel Ohne Gentechnik, die Bayerische Landtagspräsidentin und Siegel-Initiatorin Ilse Aigner sowie Florian Bauer, Geschäftsführer der Bauer-Gruppe und einer der ersten Siegelnutzer.

Wasserburg (Inn), 6.8.2019 | 69 Prozent der Bevölkerung in Deutschland bevorzugen Lebensmittel mit einer Ohne Gentechnik-Kennzeichnung. Noch mehr, nämlich 71Prozent, bewerten den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen zur Fütterung von Tieren – als Basis für die Produktion von Milch, Eiern und Fleisch – als negativ. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).

Vor zehn Jahren wurde am 10. August 2009 das Ohne GenTechnik-Siegel in Deutschland von Ilse Aigner als damaliger Bundesministerin eingeführt. Mittlerweile tragen mehr als 14.000 Lebensmittel in Deutschland diese Kennzeichnung: Darunter rund 5.400 Milchprodukte, 4.100 Geflügelfleischwaren und fast 2.200 Eiererzeugnisse. Produkte mit Ohne GenTechnik-Siegel haben in 2018 einen Gesamt-Jahresumsatz von 7,7 Milliarden Euro erzielt.

Für 2019 wird von Experten des VLOG ein Umsatz von 8,5 Milliarden Euro erwartet. Der VLOG vergibt im Auftrag der Bundesregierung für entsprechend hergestellte Lebensmittel die Lizenzen für das einheitliche Siegel Ohne GenTechnik.

„Mit der Ohne Gentechnik-Kennzeichnung haben wir 2009 eine große Informationslücke für die Verbraucher geschlossen“, sagt Ilse Aigner bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Umfrageergebnisse. „Mir ist es immer um Transparenz für den Verbraucher gegangen, damit dieser selbst entscheiden kann. Und dies gilt natürlich auch für die Futtermittel.“

VLOG-Vorstand Christoph Zimmer ergänzt mit Blick auf aktuelle Entwicklungen: „Auch Produkte der Neuen Gentechnik müssen nach Gentechnikrecht geprüft und gekennzeichnet werden. Das hohe Gut des Vorsorgeprinzips muss erhalten bleiben.“ Nach dem VLOG mache sich die aktuelle Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, für die Änderung des EU-Gentechnikrechts stark, um Produkte der sogenannten Neuen Gentechnik, etwa die als Gen-Schere bekannt gewordene Technik CRISPR/Cas, nicht unter Gentechnikrecht fallen zu lassen.

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