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Ökobarometer 2018 bestätigt steigende Nachfrage nach Bio-Produkten

Auch 2018 konnte das vom BMLE (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) jährlich herausgegebene Ökobarometer gute Nachrichten für die Bio-Branche vermelden. Während das Fazit im letzten Jahr noch lautete, dass der Kauf von Bio-Lebensmitteln für viele Verbraucher selbstverständlich geworden wäre, lässt sich 2018 eine weitere Steigerung der Nachfrage feststellen.

Von den über Tausend im Herbst 2018 telefonisch befragten Verbrauchern kaufen 78 Prozent der Befragten mindestens gelegentlich Bioprodukte, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchste Steigerung lag bei denjenigen, die sich als häufige Kunden einordnen. Eingekauft wird die Ware immer noch meistens im Supermarkt: Fünf Prozent mehr Kunden kaufen Bio im konventionellen Supermarkt, ganze zehn Prozent mehr im Bio-Supermarkt. Auch bei Bäckern und Metzgern wird deutlich mehr Bio gekauft. Der Kauf von Bioprodukten über das Internet ist bislang wenig verbreitet, hat sich jedoch im Vergleich zu 2017 von drei auf sechs Prozent verdoppelt.

Die Gründe für Bio haben sich wenig geändert: Artgerechte Tierhaltung liegt immer noch ganz vorne, in diesem Jahr sogar mit 95 Prozent, dann folgen Motive wie Regionalität (93 Prozent), ein Beitrag zu geringerer Schadstoffbelastung, zum Umweltschutz oder weniger Zusatz- und Verarbeitungsstoffe. 86 Prozent wollen damit explizit die Verbreitung des ökologischen Landbaus unterstützen. Jeweils um die zehn Prozent mehr Käufer als 2017 wollten einen Beitrag zur Biodiversität leisten (81 Prozent) oder zugleich Fairtrade unterstützen (70 Prozent). Die Beachtung der Warenzeichen der Öko-Anbauverbände als wichtigen Aspekt beim Einkauf hat zugenommen: von 15 auf 24 Prozent.

Schwerpunktthema der Befragung 2018 war Essen außer Haus – hier wurden Gerichte aus Biolebensmitteln je nach Verzehrstätte unterschiedlich bewertet. In Bäckereien und Metzgereien würde knapp die Hälfte der Befragten Bio bewusst bevorzugen, in Cafés/Bistros oder Restaurants würden dies noch je ein gutes Drittel tun, in Imbissen nur noch 30 Prozent. 38 Prozent der Befragten greifen auch dann zu Biogerichten, wenn diese teurer sind.

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