Start / Business / Bio-Handel / E Center Popp liebt schnellen Draht zu Roy’s Naturkost

Handel

E Center Popp liebt schnellen Draht zu Roy’s Naturkost

E Center Popp liebt schnellen Draht zu Roy’s Naturkost © bioPress, EM

Das E Center Popp in Würzburg hat mit 3.400 Quadratmetern Verkaufsfläche einiges an Größe zu bieten. Da ist auch Großzügigkeit in der Obst- und Gemüseabteilung möglich. Hier wird Bio vor allem im Block geboten, wobei speziell am Wochenende  die großen saisonalen Angebote besonders aufgebaut werden. Das Angebot reicht von Trauben über vier Sorten Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte, Mango, Kiwis, Avocado bis zu Kartoffeln, Knoblauch, Lauch, Brokkoli oder Zwiebeln.

Ebenfalls 120 bis 130 Sorten an Obst und Gemüse in Bio-Qualität sind es durchschnittlich. Der Bio-Anteil am gesamten Obst und Gemüse-Angebot läge bei 20 bis 25 Prozent. Im E Center Popp läuft die Bio-Avocado sehr gut; wenn sie zu einem Preis von 1,49 das Stück angeboten wird, „dann schaffen wir es, 850 Stück am Tag zu verkaufen“, erzählt der Marktleiter Jens Simon. Und der Markt verdiene an der Bio-Avocado genauso viel wie an der konventionellen, manchmal sogar besser.

Simon kennt sich aus im Bio-Geschäft. Bevor er vor fünf Jahren Marktleiter im neuen E Center von Stefan Popp wurde, hat er schon jahrelang in der Bio-Branche gearbeitet.

Auf das nächste Wochenende freue er sich schon, sagt er. Da werden die Ätna-Orangen von Roy’s Naturkost besonders herausgestellt. „Die sind einfach eine tolle Qualität“, schwärmt Simon. Auch im E Center Popp ist die lose Ware von Zylka nicht nur wegen der Qualität und Regionalität beliebt, sondern auch weil auf Verpackung verzichtet wird. Die Kassenproblematik löst Simon ähnlich wie sein Kollege Kütük im Nürnberger E Center Stengel: Dann wird eben zum gleichen Preis verkauft.

Direkter Draht zu Roy’s Naturkost

Ein wesentlicher Bonus bei Roy’s Naturkost als Lieferant sei neben unverpackter Ware, Qualität, Vielfalt, Regionalität und guten Preisen auch der schnelle, direkte Kontakt. „So kann man individuell und spontan reagieren, vieles ist vom Wetter abhängig“, erklärt Simon, etwa wie das Angebot des nächsten Wochenendes aussehen soll.

Bei Zylka habe Simon die Freiheit, einfach zum Telefon zu greifen und kurzfristig zu bestellen. Mit Roy’s Naturkost hat sich eine direkte und schnelle Partnerschaft entwickelt, die beide Seiten gewinnbringend ausnutzen.
Und Simon konnte eines seiner größten Probleme bei der Ausweitung des Sortiments lösen: Es gäbe wenige Bio-Obst und Gemüse-Großhändler, die mit dem LEH zusammen arbeiten; meist seien sie dem Fachhandel verbunden. Durch Zylka ist auch Ware der ökologischen Anbauverbände und aus der Region verfügbar, das kommt gut an bei den Kunden.

Elke Reinecke

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Vollcorner zieht gegen tegut-Übernahme durch Edeka vor Gericht

Oberlandesgericht Düsseldorf soll Freigabe des Bundeskartellamts prüfen

Vollcorner zieht gegen tegut-Übernahme durch Edeka vor Gericht © VollCorner Biomarkt GmbH

Der Münchner Bio-Händler Vollcorner geht juristisch gegen die Übernahme von tegut durch Edeka vor. Nach einem Bericht der Lebensmittel Zeitung (LZ) hat das Unternehmen wegen wettbewerblicher Bedenken Beschwerde gegen die Ende September erfolgte Freigabe durch das Bundeskartellamt eingelegt. Im Fokus stehen die tegut-Standorte im Raum München. Nun muss das Oberlandesgericht Düsseldorf den Fall prüfen.

14.10.2026mehr...
Stichwörter: Handel, Popp

Bio bündeln – mit Rückenwind aus dem LEH

Was die Edeka-Beteiligung für Naturkost West bedeutet

Bio bündeln – mit Rückenwind aus dem LEH

Der Bio-Großhändler Naturkost West hat sich strategisch neu aufgestellt – und den Handelsverbund Edeka Nordwest (ehemals Edeka Rhein-Ruhr) als  Gesellschafter aufgenommen. Welche neuen Ressourcen die Kooperation mit sich bringt, was man von einem genossenschaftlich geprägten Handelsmodell lernen kann und welche Chancen sich dadurch für den Bio-Fachhandel ergeben, darüber hat bioPress mit Alexander Wirtgen, Geschäftsführer der Naturkost West, gesprochen. 

30.09.2026mehr...
Stichwörter: Handel, Popp

Wenn Verbraucher den Lebensmittelhandel selbst organisieren

Solawis und solidarische Supermärkte gewinnen an Fahrt

Wenn Verbraucher den Lebensmittelhandel selbst organisieren © Kartoffelkombinat eG

Vom Ernteanteil bis zum eigenen Supermarkt: Solidarische Modelle verändern die Beziehung zwischen Landwirtschaft, Handel und Verbrauchern. Während Solawis in Deutschland inzwischen mehrere zehntausend Haushalte erreichen, zeigt das südkoreanische Hansalim, wie groß eine solche Bewegung werden kann. Auch hierzulande entstehen genossenschaftliche Mitmach-Supermärkte, in denen Kunden zugleich Eigentümer und Mitarbeiter sind. Was kann der klassische Lebensmittelhandel von den Initiativen lernen? 

30.09.2026mehr...
Stichwörter: Handel, Popp