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Alb-Gold startet plastikfreie Nudelverpackung

Natürlich in Papier verpackt

Trochtelfingen, 21. Juni 2018  |   Ab diesem Herbst wird der schwäbische Nudelhersteller Alb-Gold einen Teil seines Sortiments in Papierbeuteln anbieten. Im Zuge der aktuellen Diskussion rund um das Thema Plastikmüll eine ausgezeichnete Alternative, die einmal mehr die Pionierrolle des innovativen Familienunternehmens aufzeigt. Zum Start der neuen Produktrange werden fünf Sorten Bio-Pasta aus Dinkel und Hartweizen in den Handel kommen. Wenn die Verbraucher die neue Verpackung annehmen, sollen weitere Ausformungen im nächsten Jahr folgen.

Derzeit vergeht in den Medien kein Tag ohne eine Meldung über das Thema Plastikmüll. Plastikkontinente in den Weltmeeren, Mikroplastik im Trinkwasser und EU-Plastikverbot zeigen die Dimensionen der Thematik auf.

Dass jeder Einzelne mit seinem Handeln aktiv etwas zur Lösung eines Problems beitragen kann, hat Alb-Gold schon lange erkannt. Vor einem Jahrzehnt hat man bereits Tafelrunden mit Informationen und Diskussionen zum Thema Grüne Gentechnik veranstaltet. Heute ist das „Ohne Gentechnik-Zeichen“ bei vielen Produkten Standard. Jetzt sind die findigen Schwaben mit einer neuen Verpackung einen Schritt voraus.

Zukunftsorientierter Schritt

„Die Frage, wie können wir unsere Nudelverpackung nachhaltiger machen beschäftigt uns schon sehr lange. In den letzten rund eineinhalb Jahren hat sich dann die Idee der Papierverpackung verfestigt“, erklärt Oliver Freidler aus der Geschäftsleitung. „Gemeinsam mit einem Papier- und Maschinenhersteller haben wir uns dem Thema Nudeln in Papierverpackung angenommen. Rund ein Jahr später wird nun im Sommer die erste Verpackungsmaschine ausgeliefert“, so Freidler weiter. Das Unternehmen hat den Nachhaltigkeitsgedanken fest in der Firmenphilosophie verankert.

Neben regional angebautem Getreide, Strom von den Fabrikdächern und Wärme für die Nudelherstellung aus dem eigenen Blockheizwerk, ist die Papierverpackung jetzt der nächste zukunftsorientierte Schritt.

Deutliche CO2-Einsparungen

Das Papier wird von einem schwedischen Hersteller geliefert. Für die Nudelpackungen kommt ausschließlich Frischfaser zum Einsatz, deren Holz zu 100 Prozent aus nachhaltiger, FSC-zertifizierter skandinavischer Forstwirtschaft stammt.

„Vergleicht man die CO2-Emissionen bei der Herstellung von Papier und Folie, dann schneidet Papier ausgezeichnet ab. Wir haben bis zu 65 Prozent weniger CO2-Ausstoß“, erklärt Oliver Freidler. Die immergrünen Nadelwälder Skandinaviens stellen zudem im Wachstum einen größeren CO2 -Speicher dar, als im ausgewachsenen Stadium. Daher ist die nachhaltige Forstwirtschaft ein wichtiger Baustein bei der Kohlendioxidreduzierung. Bedruckt wird schließlich mit Farben auf Wasserbasis. Und auf einer völlig neuartigen Schlauchbeutelmaschine für Papier wird dann der Beutel geformt, befüllt und versiegelt.

Gespannt auf Kundenreaktionen

Im Herbst sollen die in Papier verpackten Nudeln in die Regale des Handels kommen. Angeboten werden drei Sorten Bio-Pasta aus Hartweizen und zwei Produkte aus Naturland Bio-Dinkel. Und warum nicht das ganze Sortiment? „Bevor wir einen solch‘ radikalen Schritt machen, müssen wir die Reaktionen der Kunden abwarten“, antwortet Oliver Freidler. „Erste Verbrauchertests im Labor sind sehr vielversprechend gelaufen. Entscheiden werden jedoch die Kunden am Regal. Zudem vertragen sich spezielle Nudelformen noch nicht mit dem Papier. Auch hier müssen wir noch Lösungen finden“, so Freidler weiter.

Informationen zum Sortiment und Unternehmen unter
http://alb-gold.de/papier.


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