Start / News / Der Handel handelt

Tierhaltungskennzeichnung

Der Handel handelt

Lidl führt vierstufige Haltungskennzeichnung ein

Mainz, 1. Februar 2018  |  Bioland-Präsident Jan Plagge verlangt: „die Bundesregierung muss zum Wohl der Verbraucher, Umwelt und Nutztiere nachziehen.“

Seit Jahren fordern Verbraucherschützer, Umwelt- und Bioverbände von der Bundesregierung eine verbindliche Haltungskennzeichnung für Wurst- und Fleischprodukte, anstatt auf wirkungslose, freiwillige Label zu setzen. Doch auch die Sondierungsergebnisse der GroKo lassen hier keinen Fortschritt erwarten. Lidl kündigt nun die Einführung eines neuen vierstufigen Kennzeichnungssystems für die Tierhaltung an. 

„Der Handel  ist offenbar näher an den Fragen der Bürger, als es die Bundespolitik derzeit ist. Anstatt abzuwarten handelt der Handel. Wir begrüßen den Vorstoß von Lidl, der mutig auch den niedrigsten Standard nach den gesetzlichen Haltungsvorschriften kennzeichnet. Ein solch sinnvolles System hätte allerdings längst von der Politik kommen müssen. Schließlich wird an der Kennzeichnung von Wurst- und Fleischprodukten seit Jahren geforscht und gearbeitet. Nun ist zu hoffen, dass weitere Händler nachziehen und den Verbrauchern ebenfalls vollständige Transparenz bieten. Die Bundesregierung muss zum Wohl der Verbraucher, Umwelt und Nutztiere nun auch endlich eine verpflichtende Haltungskennzeichnung einführen", kommentiert Bioland-Präsident Jan Plagge.


Angebots-Ticker Anzeigen

Das könnte Sie auch interessieren

Der Billigheimer als Vorreiter?

Slow food fordert Tierschutzrichtlinie für alle

Berlin, 07. Februar 2018  |  Europas größter Discounter Lidl will ab April 2018 einen "Haltungskompass" im Frischfleischverkauf einführen. Der Konzern nutzt damit das gesetzliche Vakuum und inszeniert sich als Vorreiter beim Tierwohl.  Durch Kennzeichnungsziffern von 1 bis 4 soll der Verbraucher - wie bei den Eiern -  erkennen, wie gut oder schlecht das Tier gehalten wurde, von dem das Fleisch stammt.  Slow Food Deutschland warnt, eine gesetzlich festgeschriebene und einheitliche Haltungskennzeichnung aus den Augen zu verlieren. Eine solche Kennzeichnungspflicht sei ebenso notwendig wie eine Reduzierung unseres viel zu hohen Fleischkonsums.

07.02.2018mehr...
Stichwörter: Bioland, Lidl, Tierhaltung, Handel, Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Wurst und Fleisch, freiwillige Labels, Kennzeichnungssystem

Bioland Vorreiter bei Tierwohl

Förderung auf ökologische Haltung beschränken

Die konventionelle Tierhaltung und Fleischindustrie steckt in der Krise. „Missstände in der Tierhaltung, Massenproduktion mit viel Antibiotika und eine offensive Exportstrategie sind nicht das, was die Gesellschaft will. Wir fordern mehr Unterstützung von der Politik, damit sich eine bäuerlich-ökologische Tierhaltung zu einer echten Alternative für Bauern und Verbraucher entwickeln kann“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

17.01.2014mehr...
Stichwörter: Bioland, Lidl, Tierhaltung, Handel, Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Wurst und Fleisch, freiwillige Labels, Kennzeichnungssystem

Bioland fordert Unterstützung

Die konventionelle Fleischindustrie steckt in der Krise. „Missstände in der Tierhaltung, Ma...
24.03.2014mehr...
Stichwörter: Bioland, Lidl, Tierhaltung, Handel, Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Wurst und Fleisch, freiwillige Labels, Kennzeichnungssystem


SuperBioMarkt AG erweitert den Vorstand um Albert Hirsch

Münster. Seit dem 1. August 2018 ist Albert Hirsch neues Vorstandsmitglied der SuperBioMarkt AG.

07.09.2018mehr...
Stichwörter: Bioland, Lidl, Tierhaltung, Handel, Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Wurst und Fleisch, freiwillige Labels, Kennzeichnungssystem