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Weniger Kunden im Naturkostfachhandel

Horst Fiedler meldet im Märzheft Biohandel, dass im Weihnachtsgeschäft durchschnittlich 6 Prozent der Kunden im Naturkostfachhandel verloren gegangen waren. Das betraf alle Formate zwischen 7 Prozent bei den Biofachmärkten (<300 qm) bis 5 Prozent bei den Bioläden (<100 qm). Die Biosupermärkte mussten 6 Prozent Federn lassen. Diese Negativtendenz begann bereits im August 2016.

Weniger Kunden sorgten dennoch für ein Prozent mehr Umsatz. Das war einerseits preisgetrieben, aber auch der vermehrte Griff zu höherpreigen Produkten soll das Umsatzplus mitgetragen haben. Auch die breitgefächerten Frischeangebote würden scheinbar am Wochenende weiterhin viele Kunden anziehen und für Umsatz sorgen.

Im Fachhandel wird vermutet, dass die Verbraucher vermehrt im Supermarkt zu Bio-Trockenprodukten greifen. Das Obst + Gemüse-Angebot sei noch nicht so verlockend. Die vieldiskutierte Flucht in die Auslistung untreuer Fachhandelsmarken scheint jedoch kein Ausweg, vielmehr wird befürchtet, dass dies zu einem Bumerang werden könne. Zudem würde der LEH mit dem Einzug von immer mehr Verbandsware zusätzlich punkten.

Hier zeigt sich deutlich, dass der Biomarkt nicht nur aus dem Naturkostfachhandel besteht. Er macht schon seit 20 Jahren nur rund ein Drittel des Bioumsatzes. Eine wichtige Triebkraft im Biomarkt sind nach wie vor die Ökolandwirte. Sie wollen ihre Produktion auf die Teller der Verbraucher bringen und da ist das flächendeckende Netz des LEH ein wichtiger Partner.

Die Zeit der Bio-Ecke ist vielerorts vorbei. Die Handels-Eigenmarken stehen neben den konventionellen Wettbewerbern im Regal und gute Kaufleute finden zudem Wege für die Versorgung mit einem breiten Angebot an Bio-Markenprodukten, die sie den Sortimenten zuordnen.

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