Start / Ausgaben / BioPress 76 - Juli 2013 / Die Naturland Ökuhvision

Die Naturland Ökuhvision

Naturland wurde vor 30 Jahren von engagierten Landwirten, Wissenschaftlern und Verbrauchern gegründet. 1982 war ihre Vision, eine Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, die den Wert der komplexen, natürlichen Lebensgrundlagen, wie Bodenfruchtbarkeit erhält und verbessert.

Sie wollten eine Landwirtschaft betreiben, bei der sie nicht die Böden auslaugen und die Gewässer mit Pestiziden vergiften. Ihr Weg war es, mit den Kräften der Natur zu wirtschaften statt gegen sie. Ihr klares Ziel war, die Menschen mit wertvollen Lebensmitteln zu versorgen.

Heute nimmt Naturland noch stärker das Bild des ganzen Planeten in den Blick und arbeitet an Herausforderungen wie der Ernährungssicherung der Welt. Zu den globalen Problemen gehört die Veränderung des Klimas.

Die Folgen der seit den 60er Jahren diskutierten Erderwärmung sind vielfach zu beobachten. Bodenerosion ist eine davon. Durch Stress geschwächte Pflanzen und ein Wassermangel sind weitere. Sie alle betreffen die gesamte Weltbevölkerung.

Die Naturland Ökuhvision sieht einen Entwicklungssprung in der ökologischen Landwirtschaft. Dieser Sprung muss sich auf verschiedenen Ebenen vollziehen. So in einer noch umfangreicheren Erforschung des Öko-Landbaus; in der Neuausrichtung der Agrarpolitik; in der Durchsetzung eines Lebensstils, der mit einem reduzierten Fleischkonsum auskommt; in der Erhaltung der Biodiversität, in einer Wertschätzung der Arbeit der Landwirte und Lebensmittelverarbeiter weltweit; in einer schnelleren Ausbreitung des Öko-Landbaus.

Diesen Blick auf’s Ganze, den Naturland in Kooperation mit anderen Akteuren und Visionären realisieren will, hat die Künstlerin Ena Klopp mit dem Icon Ökuhvision umgesetzt.  Sie selbst beschreibt ihre Beweggründe für diese Visualisierung so: „Ich habe mich von zwei Inspirationen leiten lassen.

Mit dem Wortspiel, besser gesagt die Wortentfremdung von Öko und Kuh schaffe ich einen Bruch. Ich kann damit im Betrachter die Frage auslösen: Was soll das?

Eine weitere Entfremdung nutze ich in der künstlerischen Umsetzung der Kuh im Sprung über die Erde. Die zweite Inspiration geht vom Wesen der Kuh aus. Die Kuh ist ein Vegetarier. Die Kuh ist ein ruhiges aber auch kraftvolles Tier.“ Ena Klopp lebt und arbeitet in Hamburg und Wedel.


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