Gründung
Korrekte Getränke
Kleine Hersteller mit sozialem Anspruch gründen Verband
Die sieben alternativen Getränkehersteller Viva con Agua, LemonAid/ChariTea, Hermann-Kola, BierBier, leet mate sowie Premium Cola/Premium Bier und Karl Mölle Getränke wollen die Welt ein wenig gerechter machen. Deshalb haben sie im September in Hamburg den Verband korrekter Getränkehersteller gegründet, wie LemonAid-Geschäftsführer Jakob Berndt mitteilt.
Die Ausrichtungen der Unternehmen im Verband sind unterschiedlich, der soziale Gedanke aber eint sie, wie Spiegel Online berichtet. Soziale unternehmerische Verantwortung (CSR), von Großunternehmen oft als Marketingstrategie aufgegriffen, wird von den Kleinunternehmen gelebt. Während LemonAid etwa auf Fairtrade in Übersee setzt, zählt für den Familienbetrieb Karl Mölle im schwäbischen Nördlingen neben ökologisch nachhaltiger Getränkeproduktion die regionale Verbundenheit.
Der Cola- und Bierhändler Premium wiederum will Moral und Wirtschaft verbinden. Die Partner müssen ökologische, wirtschaftliche und soziale Mindeststandards einhalten. Der Trendforscher Reinhard Wippermann beobachtet die Entwicklung des ethischen Konsums seit Jahren und sieht darin einen langfristigen Trend, der sich fortsetzen wird.
Die Urväter der Szene-Getränke mit Fairtrade sind die Briten Adam Balon, Richard Reed und Jon Wright, Gründer der ökologischen Innocent Smoothies im Sommer 1998. Die Frucht-Smoothies sind nachhaltig verpackt und die Zutaten stammen aus Betrieben mit fairen Arbeitsbedingungen. Paul Bethke, der Gründer von LemonAid setzt darauf, die Bauern direkt in den Entwicklungsländern mit Kooperationen, fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen zu stärken.







