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Messe-Duo entwickelt sich weiter

2010 erstmals Gastro- und Reform-Plattform auf der BioNord und BioSüd

Auf der BioNord und BioSüd gibt es 2010 erstmals eine Reform- und eine Gastro-Plattform. Die Termine sind: 19. September in Augsburg für die BioSüd und 17. Oktober in Hannover für die BioNord. Mit 230 Ausstellern werden auf der BioSüd 38 Prozent mehr Unternehmen vertreten sein als 2009 und auf der BioNord mit 230 Ausstellern 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Messen sind konzipiert für den Naturkost-Markt im deutschsprachigen Raum. Am arbeitsfreien Sonntag wird mit einem starken Besucherstrom des Fachpublikums gerechnet.


Foto: Deppe

Das Duo BioNord in Halle A2 der Hannover Messe und BioSüd in Halle 5 der Messe Augsburg sind auf den qualitätsorientierten Lebensmittelhandel fokussiert. „Wir wollen Märkte öffnen“, betont Matthias Deppe, der zusammen mit Wolfram Müller die Messen veranstaltet.


Wolfram Müller und Matthias Deppe{_umbruch_}Foto: Deppe
BioNord und Süd haben 2010 gegenüber 2009 ein deutliches Mehr an Ausstellern zu verzeichnen. „Die Messen haben einen deutlichen Sprung gemacht. Wo die Grenzen liegen, ist schwierig zu sagen“, erklärt Detlef Harting, Leiter des Messe-Ausstellerbüros.

2010 wartet das Messe-Duo BioNord und BioSüd mit zwei Neuheiten auf: Reform Nord/Süd und Gastro Nord/Süd. Für Hersteller nach den Neuform-Richtlinien gibt es eine ausgewiesene Fläche für Produkte, die nicht der EU-Öko-Verordnung entsprechen. Sie werden räumlich von den Bio-Produkten abgegrenzt. Damit wird die Zielgruppe der Reformhäuser noch genauer angesprochen.

Die Gastro-Nord und Süd belegen keine abgegrenzte Fläche in den Hallen, da die Hersteller meist auf beiden Vertriebsschienen, Einzelhandel und Großverbraucher arbeiten. Die Aussteller mit Gastro-Angebot werden im Verzeichnis aufgeführt. 84 haben sich für die BioSüd angemeldet und 83 für die BioNord.

Für die Außer-Haus-Verpflegung gibt es drei Beratungsangebote. An einem Informationsschalter ist Rainer Röhl Ansprechpartner für Großverbraucher. Außerdem spricht das Kompetenzzentrum Ökolandbau aus Hannover die Besucher auf der BioNord gezielt zum The­ma Bio in der Gastronomie an. Bioland berät Großverbraucher auf beiden Messen.

Die Idee zur BioNord entstand zum zehnjährigen Bestehen des Frischdienstes Naturkost Nord. Geschäftsführer Matthias Deppe dachte sich dafür 2004 die BioNord aus. Seit 2009 gibt es auch die BioSüd. Die Veranstaltung ist positioniert zwischen den Hausmessen und der BioFach. „Die BioFach als Weltleitmesse ist für Bio-Einzelhändler nur zum Teil interessant“, meint Dep­pe. Der gesamte Rohstoffhandel richtet sich an Verarbeiter und gehe am Einzelhandel vorbei.

Auch die Hersteller finden auf der BioFach nach Meinung von Deppe nicht immer die gewünschten Kontakte zum Handel, sondern treffen oft ihre Lieferanten. Für regionale Anbieter wie das Lebensmittel-Handwerk ist die BioFach in der Regel zu groß. Sie finden auf dem Messe-Duo eine geeignetere Plattform.

Drei Viertel der Aussteller trifft der Besucher auf beiden Messen. Die nationalen Naturkostmarken von Rapunzel über Davert bis Bauck treten auf der Süd und Nord auf. Das regionale Lebensmittelhandwerk, das Groß- und Einzelhändler sucht, macht ein Viertel aus.


Die Messen sind auf die Vertriebsschiene Einzelhandel im deutschsprachigen Raum zugeschnitten. 80 Prozent der Stände sprechen nach Aussage von Deppe die Händler an. Dienstleister wie Zertifizierer sind nur in bescheidenem Umfang vertreten „Die Händler, die eigene Sortimentsarbeit machen und sich nicht alleine auf den Großhandel verlassen wollen, finden hier kleine Hersteller oder Direktvermarkter, die geeignete Bio-Produkte anbieten“, erklärt Messe-Gründer Deppe.

„Die Besucher kommen aus einem Radius von 300 Kilometer um die Veranstaltungsorte Hannover und Augsburg“, weiß Detlef Harting. Auf der BioNord kommt auch Publikum aus Skandinavien und den Benelux-Ländern angereist.

Kleine Filialisten und Einzelhändler erscheinen nicht nur mit dem Einkauf, sondern bringen auch das Verkaufspersonal mit. Die Verkäufer lernen dort die Sortimente und die Hersteller kennen. Die Messe ist nur eintägig am Sonntag. Das ist der Wunsch­termin der Besucher. Die Geschäfte sind geschlossen, so dass der Handel freie Zeit für einen Messebesuch hat.

Anton Großkinsky

 


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