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Gentechnik

Kein Anbau von genmanipulierten Pflanzen

Bundesweites Treffen der gentechnik-kritischen Bewegung

Berlin/ Eberswalde 5. 2. 2009  Unter dem Motto "Auf die Bewegung kommt es an" treffen sich am 7. und 8. Februar 2009 in Eberswalde bei Berlin Kritiker der Agro-Gentechnik. Das Spektrum ist breit: vom Landwirt bis zur Feldbefreierin, vom Imker bis zu Vertretern regionaler Bürgerinitiativen, von Saatgutzüchtern über Kommunen bis zu entwicklungspolitisch Engagierten. Im Mittelpunkt des Treffens stehen Strategien und Aktivitäten gegen Gentechnik im Essen, auf dem Acker und im Stall. Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bioland, BUND, Gen-ethisches Netzwerk, Gentechnikfreie Regionen in Deutschland und Greenpeace.

"Wie jedes Jahr wird es auch 2009 Aktionen und Proteste gegen den Anbau von genmanipuliertem Mais geben. Denn Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat den Anbau des Gentechnik-Maises noch immer nicht verboten. Dabei beweisen aktuelle Studien, dass er Gefahren für Umwelt und Gesundheit birgt. Laut Gesetzgebung kann Ministerin Aigner sich auf das Vorsorgeprinzip berufen und den Anbau umgehend untersagen. In anderen EU-Ländern wie Frankreich, Österreich, Griechenland, Polen und Ungarn bestehen längst Anbauverbote für  genmanipulierten Mais", sagt Christof Potthof, Sprecher des Gen-ethischen Netzwerks.

In Deutschland laufen im Moment die Anmeldungen der Felder, die in 2009 für den Anbau des genmanipuliertem Mais MON810 vorgesehen sind. Diese müssen bis spätestens drei Monate vor der Aussaat beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeldet werden. Aktuell sind dort rund 3.730 Hektar registriert. Auch droht die Anbau-Zulassung für die genmanipulierte Kartoffel "Amflora" von BASF durch die EU-Kommission. Ebenfalls auf EU-Ebene wird in den kommenden Monaten über die Anbau-Genehmigung von zwei weiteren genmanipulierten Maislinien entschieden. Für die deutsche Position bei den EU-Abstimmungen ist Landwirtschaftsministerin Aigner federführend.

"Längst ist der Gentechnik-Widerstand in der Mitte der Gesellschaft verankert. In den letzten Jahren hat sich eine vielfältige und starke Bewegung herausgebildet", erklärt Annemarie Volling von der AbL. "In Eberswalde kommen Aktive aus ganz Deutschland zusammen, um das Netzwerk gegen Gentechnik auf dem Acker und Teller weiter auszubauen. Mit der Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung, die Gentechnik ablehnt, wollen wir verhindern, dass genmanipulierte Pflanzen angebaut werden."

Der Blick der Veranstaltung geht von Europa über den Atlantik in das Gentechnik-Anbauland Nummer eins. Greg Massa, Landwirt und Präsident der Vereinigung der Reisbauern in Kalifornien, berichtet am Samstag, den 7. Februar um 20.30 Uhr über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen in den USA und über die damit verbundenen Probleme. Im Anschluss an das Treffen ist Greg Massa noch bis zum 12. Februar 2009 in Deutschland und spricht auf weiteren Veranstaltungen über die Situation in seinem Heimatland.

Das ausführliche Programm finden Sie im Internet: www.keine-gentechnik.de

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