Start / News / Schlagzeilen / Rainer zieht geplante Kürzungen bei Agrarfördermitteln zurück

Entwicklung des ländlichen Raums

Rainer zieht geplante Kürzungen bei Agrarfördermitteln zurück

Nach Kritik aus Bundesländern und Verbänden verzichtet das Landwirtschaftsministerium auf Einschnitte bei Programmen der ländlichen Entwicklung.

Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hat einen Vorschlag zur Kürzung von Agrarfördermitteln nach Protesten aus den Bundesländern und von Verbänden wieder zurückgezogen. Betroffen gewesen wären Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums.

Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hat einen zuvor diskutierten Vorschlag zur Kürzung von Agrarfördermitteln nach Kritik aus den Bundesländern und von Verbänden wieder zurückgezogen. Der Vorstoß hatte insbesondere Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums betroffen.

Konkret ging es um Mittel aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Nach ursprünglichen Überlegungen sollten im laufenden Haushalt rund 150 Millionen Euro aus einzelnen Förderlinien gestrichen werden. Die GAK finanziert unter anderem Programme für ländliche Entwicklung, Agrarumweltmaßnahmen sowie Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe.

Mehrere Bundesländer hatten gegen die geplanten Kürzungen protestiert und darauf hingewiesen, dass viele Programme bereits eingeplant und teilweise langfristig angelegt seien. Auch aus der Landwirtschaft und von Umweltverbänden kam Kritik. Sie warnten, dass Einschnitte bei Förderprogrammen Investitionen in nachhaltige Landwirtschaft und Naturschutz erschweren könnten.

Nach den Rückmeldungen aus den Ländern verzichtete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft schließlich auf den Kürzungsvorschlag. Die entsprechenden Fördermittel sollen nun wie vorgesehen weitergeführt werden.

Die Debatte zeigt erneut die Spannungen in der Agrarpolitik zwischen Haushaltsdisziplin und der Finanzierung von Maßnahmen für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Parallel laufen auf europäischer Ebene Diskussionen über die künftige Ausgestaltung und Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Verbände fordern Kurswechsel für eine krisenfeste Landwirtschaft

BÖLW und AbL positionieren sich vor der Agrarministerkonferenz

Vor der am morgigen Mittwoch beginnenden Agrarministerkonferenz (AMK) fordern der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Stärkung einer krisenfesten Landwirtschaft. Der BÖLW betont die Bedeutung des Ökolandbaus für eine resiliente Lebensmittelwirtschaft, die AbL die Wichtigkeit von vielfältigen Landwirtschaftsbetrieben und regionalen Wirtschaftskreisläufen.

17.03.2026mehr...
Stichwörter: GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, GAK-Mittel, Entwicklung des ländlichen Raums

Keine Kürzungen beim Ökolandbau!

LVÖ Bayern warnt vor Wortbruch gegenüber Bio-Betrieben und fordert klares Nein zur GAK-Kürzung.

Keine Kürzungen beim Ökolandbau! © Lara Mueller

Wie der Der Tagesspiegel am Montag berichtete, plant Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) deutliche Einsparungen bei Maßnahmen für die ländliche Entwicklung, den Ökolandbau und die Biodiversität. Damit würden ausgerechnet jene Programme beschnitten, die die gesellschaftlich gewünschten Leistungen der Landwirtschaft ermöglichen und ihre Widerstandsfähigkeit stärken. Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) lehnt die geplanten nachträglichen Kürzungen der Mittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) entschieden ab.

03.03.2026mehr...
Stichwörter: GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, GAK-Mittel, Entwicklung des ländlichen Raums

BÖLW auf der Biofach 2026

Was muss passieren, damit Zukunft gelingt?

Vom 10. bis 13. Februar 2026 trifft sich die Bio-Branche in Nürnberg auf der Biofach. Als ideeller Schirmherr ist der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am eigenen Stand 208 in Halle 9 vertreten und bringt im Kongress verschiedene Themen von der Bio-Strategie der Bundesregierung und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) übers EU-Öko-Recht bis hin zum Bio-Markt auf die Bühne.

04.02.2026mehr...
Stichwörter: GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, GAK-Mittel, Entwicklung des ländlichen Raums