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Riedenburger begegnet dem schrumpfenden Biermarkt
Neubau und Weiterentwicklung des alkoholfrei-Segments
© Wilhelm Schoppmeier
Während der deutsche Biermarkt 2025 um rund sechs Prozent zurückgegangen ist, realisiert das Riedenburger Brauhaus aktuell mit einem umfassenden Neubau die größte Investition seiner Firmengeschichte. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Bio-Brauerei ein Umsatzplus von rund drei Prozent. Ein besonderer Schwerpunkt der langfristigen Unternehmensstrategie liege auf alkoholfreien Bieren.
„Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen für das mittel- und langfristige Wachstum der Brauerei“, sagt Geschäftsführer Maximilian Krieger. „Unser Ziel ist es, eine der modernsten und nachhaltigsten Brauereien in Europa zu realisieren.“
Dazu gehört etwa die Verwendung von 100 Prozent Umweltbeton der Firmengruppe Max Bögl, wobei der Zementanteil um bis zu 70 Prozent reduziert werde. Laut Riedenburger können durch den Beton 45 Prozent im Vergleich zu konventionellem Beton eingespart werden.
Auch das Energiesystem mit einer Kombination aus Abwärmenutzung, Energiespeichern, Wärmepumpen und Vakuum-Brüdenverdichtung hebt die Bio-Brauerei hervor. Um bis zu zwei Drittel lasse sich der Energiebedarf im Neubau reduzieren.
Eine transparente Architektur gewährt Einblick in den Brauprozess. Mit der Verbindung von Brauerei, Bierausschank, Biergarten und Innengastronomie soll die Bierherstellung für Gäste, Kunden und Partner sichtbar und erlebbar gemacht werden.
Als Wachstumstreiber haben sich laut Riedenburger in den vergangenen Jahren die alkoholfreien Biere entwickelt. Das Brauhaus investiert daher gezielt in die Weiterentwicklung dieses Segments und will so seine Position in einem Markt, der sich strukturell im Wandel befindet, stärken.







