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Bio-Honig mit Insektiziden verunreinigt

BÖLW fordert: Umbau der Landwirtschaft jetzt anpacken

„Die Verunreinigungen von Honig mit Insektiziden zeigen, wie wichtig der Umbau der Landwirtschaft Richtung Bio ist“, so der Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Peter Röhrig, zu den Funden des Neonicotinoids Thiacloprid im Honig eines Öko-Imkers. „Mit Bio werden Einträge von Agrarchemikalien in Lebensmittel vermieden. Bio-Bauern sorgen für sauberes Wasser und Artenvielfalt.“

Der BÖLW-Geschäftsführer forderte, dass die Risiken von Pflanzenschutzmitteln im Zulassungsverfahren besser berücksichtigt werden. Röhrig forderte weiterhin, dass die gute fachliche Praxis Pflanzenschutz, die derzeit von der Bundesregierung erarbeitet wird, nicht-chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen den eindeutigen Vorzug gibt. Das sei für den Umbau hin zu einer umwelt-, natur- und gesundheitsverträglichen Landwirtschaft von allergrößter Bedeutung. „Bio-Bauern, die diese Mittel gar nicht anwenden, müssen vor Kontaminationen geschützt und im Schadensfall entschädigt werden“, so Röhrig abschließend.

Das Insektizid Thiacloprid aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide wurde als nicht bienengefährlich eingeordnet, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen ergeben hatten, dass es Bienen und andere Insekten schädigt. Weitere Insektenvernichtungsmittel aus der Gruppe der Neonicotinoide – Imidacloprid, Thiamethoxam, Clothianidin und Fipronil – wurden bereits im Jahr 2013 verboten.

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