Start / Ausgaben / BioPress 48 - August 2006 / 2006 mehr Bio-Äpfel in Europa

2006 mehr Bio-Äpfel in Europa

In Europa wird für Bio-Äpfel 2006 eine um neun Prozent höhere Ernte als im Vorjahr erwartet. Die Erzeuger in Deutschland, Südtirol, den Niederlanden, Österreich, Belgien, Frankreich und Tschechien werden nach der Prognose der ZMP zusammen knapp 60.000 Tonnen Äpfel ernten. Das wären rund neun Prozent mehr als im Herbst 2005. Rund 7.700 Tonnen davon werden in die Verarbeitung gehen, so dass für den Frischmarkt 52.000 Tonnen Bio-Äpfel zur Verfügung stehen. In Südtirol, dem größten Anbaugebiet in Europa werden voraussichtlich 25.000 Tonnen geerntet und in Deutschland 21.000 Tonnen. Das Ernteplus resultiert zum einen aus höheren Erträgen bei den Sorten Elstar, Topaz und Gloster, zum anderen aus der Flächenausdehnung bestehender Bio-Betriebe und Neueinsteiger. Das Umstellungsinteresse beschränkt sich dabei hauptsächlich auf Deutschland.

Wichtigste Sorte dürfte Golden Delicious mit einem Anteil von etwa 15 Prozent bleiben. Auf Platz zwei folgt mit zwölf Prozent Jonagold. Deutlich zulegen dürfte Elstar auf elf Prozent und Topaz auf rund zehn Prozent. In Deutschland wird die Ernte an Bio-Äpfeln in diesem Jahr voraussichtlich um 36 Prozent höher ausfallen als 2005. In Südtirol, dem größten europäischen Anbaugebiet, werden ähnliche Mengen wie vor Jahresfrist erwartet. Insgesamt sehen die europäischen Apfelvermarkter optimistisch in die neue Saison. Nachdem sich die Erntemenge im vergangenen Jahr problemlos absetzen ließ, dürfte sich auch die größere Ernte 2006 gut vermarkten lassen.

Die Apfelerzeuger haben das Europäische Bioobst-Forum mit Sitz in Kainburg/Österreich gegründet. Der Verein strebt eine stärkere Interessenvertretung bei der EU in Brüssel an. Präsident ist Friedrich Prem von Steirerfrucht in Österreich, 1. Vizepräsident Gerhard Eberhöfer von VI.P Service in Südtirol und 2. Vizepräsident Peter Rolker, Öko- Obstvermarktung Norddeutschland.


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