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Agrarpolitik

Exportstopp für gesundheitsschädliche Pestizide

BMEL arbeitet an einem Verbot

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) plant ein Exportverbot für gesundheitsschädliche und in der EU nicht zugelassene Pestizide. Bisher dürfen diese Mittel in Deutschland zwar nicht mehr genutzt, allerdings weiterhin hier produziert und aus der EU exportiert werden. Das BMEL erarbeitet nun eine Verordnung nach dem Pflanzenschutzgesetz, um ein Exportverbot durchzusetzen.

Dr. Ophelia Nick, Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Mettmann und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, erklärt dazu:

„Mit einem Exportverbot von gesundheitsgefährdenden Pflanzenschutzmitteln schützen wir nicht nur die Gesundheit von Landwirt:innen weltweit, sondern stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer europäischen Landwirt:innen.

Diese müssen Tag für Tag auf dem Weltmarkt bestehen. Daher sollte gelten: Gleiche Regeln für alle schaffen Fairness im Wettbewerb.

Jedoch ist es nicht einfach damit getan, hier den Export dieser Mittel zu verbieten. Unsere Verantwortung geht weiter. Ziel muss es sein, weltweit nachhaltigen Pflanzenschutz zu fördern und besonders gesundheitsschädliche Wirkstoffe maßgeblich zu reduzieren.“

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