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Spekulatius – nicht nur für Weihnachten

Ob als knuspriger Keks oder als Aufstrich: Vermeiren liefert Spekulatius in Premium-Qualität

Spekulatius – nicht nur für Weihnachten

Das flämische Traditionsunternehmen Vermeiren Princeps hat sich ganz auf die Produktion von Spekulatius spezialisiert. Seine Gewürzkekse werden langsam gebacken und sind besonders knusprig. Drei Sorten, Aufstrich und Nikolaus gibt es bereits mit Bio-Zertifikat.

Spekulatius gilt in Belgien als Nationalkeks und ist als Teil der Esskultur im ganzen Land beliebt. Schon der Name kommt vom niederländischen ‚specerij‘, das ‚Gewürze‘ bedeutet. Auch in Belgien werden die Gewürzkekse zwar traditionell in der Weihnachtszeit, genauer zum Nikolaustag, verzehrt, sind aber inzwischen das ganze Jahr über in den Supermärkten zu finden.

Dazu bekommt man das Mürbteiggebäck auch sehr häufig zum Kaffee oder Tee gereicht. Seit ein paar Jahren vertreiben belgische Firmen sogar Spekulatius-Aufstrich, der in Deutschland noch gänzlich unbekannt ist.
Dank Vermeiren Princeps müssen auch Bio-Kunden nicht auf die Leckereien verzichten. Das flämische Familienunternehmen mit Sitz im Südosten der Provinz Antwerpen feierte jüngst sein 100-jähriges Firmenjubiläum und hat sich ganz auf die Herstellung von Spekulatius spezialisiert.

5.000 Tonnen der Gewürzkekse verlassen jährlich seine Produktionshalle, rund 15 Prozent davon in Bio-Qualität. In einem riesigen Mixer wird das Mehl mit braunem Zucker, Honig, Margarine und den Gewürzen wie Zimt und Muskatnuss vermischt. Auf drei verschiedenen, viele Meter langen Teigstrecken wird der Teig sodann von einer Walze glattgestrichen und wandert sehr langsam, über eine Dauer von 24 Stunden nach vorne, bis zu einem Teigschneider, der ihn in kleine Portionen zerteilt. Anschließend erhalten die zukünftigen Kekse ihre Form und werden in einem der drei ebenfalls meterlangen Öfen langsam gebacken. Das Ergebnis ist köstlich und hebt sich vom industriellen Spekulatius, den man in Deutschland kennt, durch seine besondere Knusprigkeit ab.

80 Prozent seiner Ware exportiert Vermeiren ins Ausland, etwa in die USA, nach Südafrika oder Japan. Drei Prozent gehen nach Deutschland, das der kaufmännische Leiter Steven Vavedin jedoch als schwierigen Markt mit viel Wettbewerb und niedrigen Preisen beschreibt. Am besten liefen dort die Bio-Produkte, die bisher als Private Label im Fachhandel verfügbar sind.

Bereits 1989 begann Vermeiren mit der Produktion erster Bio-Kekse und hat heute drei Variationen in 125-Gramm-Packungen im Sortiment: die traditionelle aus Weizenmehl, eine aus Dinkel und eine dritte, die beide Mehle mit Schokostückchen kombiniert. Für Restaurants und Cafés gibt es außerdem einzeln verpackte Kekse in Packungen mit je 75 oder 25 Stück zu kaufen. Alle Produkte tragen zusätzlich zum EU-Bio- auch das Fair Trade-Siegel.

Der belgischen Nikolaus-Tradition wird Vermeiren mit biologischen Spekulatius-Nikolaus-Figuren in verschiedenen Größen (70 und 160 Gramm) gerecht. Besonders stolz ist Vavedin auf den neuen Bio-Brotaufstrich, mit dem Vermeiren ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen habe.

Lena Renner


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Stichwörter: Gebäck, Belgien, Süßwaren, Kekse, Spekulatius, Vermeiren