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Es geht doch: Mehr Profit für Bauern

Sechster Donnerstag-Talk im bioPress Square & Fair Table, jede Woche ab 15 Uhr

Der Donnerstags-Talk fand im kleinen Kreis statt, was Gelegenheit gab, komplett ungefiltert Projekte und aktuelle Marktentwicklungen zu diskutieren. Vieles wurde ‚off record‘ gesagt, ist also nicht zur Publikation bestimmt. Anders gesagt: Man muss dabei gewesen sein, um an dem intimen Branchenwissen teilzuhaben. Dennoch ist mancher Gesichtspunkt druckbar, den Werner Vogelmann, Bereichsleiter der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH), mit der Redaktion von bioPress besprach.
 

Die BESH entwickelte sich weit über die Region Hohenlohe hinaus, sie beliefert Metzgereien und Feinkosthändler in ganz Deutschland mit Fleisch- und Wurstwaren. Das kommt den Wünschen von Kaufleuten entgegen, die in den vergangenen Jahren neben Bioläden und Bauernmärkten zunehmend wichtige Abnehmer wurden. Erich Margrander zog einleitend den großen Bogen: REWE nahm schon in den 1980er Jahren Bio in seinem Sortiment auf. Tegut  etwa vermehrte das Bioangebot  seit 2001 von 960 auf mittlerweile über 3.600 Artikel.
Die Frage kam auf: Profitieren die Kunden als wichtiger Impulsgeber davon mit kürzeren Wegen und kleineren Preisen? Und wie viel vom Preis kommt beim Bauern an?
Letztere Frage konnte Werner Vogelmann positiv beantworten: Die Nachfrage sei so groß, dass die BESH ihren Bauern mehr Geld pro Kilogramm geben könne. Dass die Verkaufspreise anziehen, bremse keineswegs die Nachfrage. Jetzt beginne zudem die Grillsaison, was nochmals ein Umsatzplus bringe (siehe auch Schwerpunkt in der kommenden bioPress Juli/2021). 
Die BESH expandiert in mehrere Richtungen. So hatte sie das ehemals zur Kurhessischen Fleischwaren-Fabrik gehörende Fleisch-Reife-Werk in Frankenheim gekauft und ausgebaut. Dort finden neben der Reifung jetzt auch die Wurstherstellung und das Slicing statt. Damit könne man die Fleischtheken und den Selbstbedienungsbereich im Einzelhandel bedienen. Damit nicht genug: „Wir schaffen nun in den Höhen des Naturreservates Rhön die beste Qualität, die wir je hatten“, sagte Vogelmann. Die BESH erarbeite aktuell an der Markterschließung über die Landesgrenzen hinaus. Sowohl die geschnittene Ware als auch Konserven stießen auf ein großes Interesse. 
Erfreulich für die Redaktion wie für die BESH: Es konnten Kontakte intensiviert und gemeinsame Termine vereinbart werden – ein chancenreicher Nebeneffekt der Donnerstags-Gespräche.
 


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