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Cerealien

Bio-Cerealien von Flocken bis zu Crunchys

Bio-Cerealien von Flocken bis zu Crunchys © MILZU! SIA

Seit je her gehören Cerealien zu den wichtigsten Produkten im Bio-Markt. Heute überzeugt das Angebot mit einer enormen Vielfalt, die sowohl traditionelle Monoprodukte und Müslis als auch angesagte Porridges, Crunchys und Granolas umfasst.

Die Auswahl an Cerealien umfasst Produkte für Jung und Alt. Erwachsene Verbraucher tragen mit Sicherheit erheblich dazu bei, dass der Gesamtabsatz von Müslis und Flocken (konventionell und bio) auf über 181 Millionen Tonnen angestiegen ist. Für Bio-Produkte gilt: Nährwert mit Mehrwert. Die Getreideprodukte liefern wertvolle Nährstoffe und gesunde Energie, machen auf angenehme Weise anhaltend satt und bieten damit einen perfekten Start in den Tag.

Als entscheidender Vorteil kommt bei Bio-Waren dazu, dass die Zutaten aus ökologischer und nachhaltiger Landwirtschaft – oft aus der Region – stammen. Handelt es sich um weiterverarbeitete Produkte, bleiben zudem synthetische Aromen, Vitamine aus der Retorte und Billigpalmfett außen vor.
Den Müslimischungen haben die Bio-Hersteller knusprige Crunchys und Granolas zur Seite gestellt. Außerdem gibt es praktische Bio-Varianten für die schnelle Zubereitung warmer Frühstücksbreie sowie für Bowls und Cups. Nicht zu vergessen ist, dass es vieles auch an Unverpackt-Stationen gibt.  

Naturbelassen gut: Flockenvielfalt für Selbermischer

Das Gros der Bio-Flockenauswahl bilden Vollkorn-Haferflocken, teils kernig und teils zart geflockt.  Hauchzarte Schmelzflocken, wie sie Kölln führt, zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich hervorragend als Beikost für Babys oder generell für leicht bekömmliche Breimahlzeiten eignen.  
Eine weitere Besonderheit sind garantiert glutenfreie Haferflocken. Der Bauckhof arbeitet dazu mit festen Partner-Landwirten und einer extra Mühle. Mehr oder weniger Alleinstellung hat die Bio-Branche bei Flocken aus anderen Getreidearten oder aus Pseudogetreide.

Die Bohlsener Mühle, Davert/Midsona und die Spielberger Mühle konzentrieren sich primär auf Monoprodukte. Spielberger deckt mit mehr als 15 Sorten von Dinkel- und Einkorn- bis zu Quinoaflocken das gesamte Spektrum ab. Dagegen setzt die Naturkornmühle Werz als Spezialist für allergenarme Vollkornprodukte auf Braunhirse und Buchweizen. Zusätzlich finden Verbraucher  Mehrkornmischungen aus mehreren Getreidearten.

Die 6-Kornflockenmischung vom Bauckhof etwa setzt sich aus Hafer, Gerste, Roggen, Dinkel, Reis und Hirse zusammen. Das norddeutsche Traditionsunternehmen Kölln hat als Folge der großen Bio-Nachfrage die angebotenen Bio-Haferflocken um Dinkelflocken sowie Multikorn, die zusätzlich die Brotgetreidesorten Weizen, Roggen, Gerste enthalten, ausgebaut.

Bio-Müsli satt: vom Bircher bis zur Feinschmeckermischung

Bei Müslis sind die Vollkornflocken als Basis bereits mit weiteren Zutaten gemischt und sorgen so für einen ausgewogenen Energiemix. Bio-Hersteller überzeugen dabei mit immer neuen und geschmackvollen Kreationen für jeden Geschmack und Bedarf. Das Zutaten-Potpourri umfasst Nüsse, Saaten, Früchte oder Schokostückchen sowie manchmal Gewürze, Popps, Flakes und ähnliches.

Haselnusskerne werden gern extra geröstet, um ihr Aroma zu intensivieren. Und neben süßen Rosinen oder anderen Trockenfrüchten sorgen vermehrt gefriergetrocknete Beeren für eine farbige Auffrischung. Stichwort Rosinen: Während konventionelle Müslis oft auffällig viele der Trockenbeeren enthalten, umfasst das Bio-Angebot auch viele Sorten ohne. Genauso gibt es  reine Basismüslis nur aus Getreide und Ölsaaten sowie – mit Blick auf einen zu hohen Zuckerkonsum – Müslis ohne zugesetzten Zucker.

Allos, die Bohlsener Mühle und Bauckhof, Mymuesli,                                      Rosengarten, Verival, Wyld… die Reihe an Anbietern ist groß und wächst weiter. Bei Mymuesli zählt allein die Reihe an fertig gemischten Müslis zwischen 35 und 40 Sorten. Daneben haben Verbraucher die Möglichkeit, sich im Online-Shop individuelle Müslis zusammenzustellen.

Auf diese Weise gelingt es dem Passauer Unternehmen, unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen. Das klassische Bircher Müsli gehört genauso zu den Topsellern wie das neue Schoko-Haselnuss-Mandel-Granola. Die hohe Kartondose, in der die Produkte verpackt sind, unterstützt den Wiedererkennungswert der Marke und kann bis auf Deckel und Versiegelungslasche im Altpapier entsorgt werden. Zusätzlich greift Mymuesli mit einer Reihe an Bechermüslis den To-Go-Trend auf.  

Vertrauensbildung

Während sich Mymuesli-Produkte Biokreis angeschlossen haben, tragen die Müslis und Flocken vom Bauckhof zum großen Teil das Demeter-Siegel und das BioFair-Zeichen für faire regionale Landwirtschaft. Die Bohlsener Mühle arbeitet schon lange mit Bioland-Bauern zusammen.

Bauckhof und Bohlsener Mühle heben zudem die Herstellung mit einer hofeigenen Mühle hervor, was sich teilweise in den Bezeichnungen fortsetzt. Beim Bauckhof gehört zu den Müslis ein sogenanntes Hofmüzli: Zartblatt-Haferflocken mit nahezu zwanzig Prozent Saaten und Haselnüssen, die Süße kommt aus Sultaninen. Der Betrieb hat die meisten Verpackungen auf Papier umgestellt. Mühlen-Müslis sind das Pendant der Bohlsener Mühle. Die unterschiedlichen Sorten haben Hafer-, Dinkel- und sogar Einkorn-Vollkornflocken als Grundlage.

An guten Zutaten wird bei Bio-Produkten generell nicht gegeizt. Was nicht mehr unbedingt für den Zucker gilt. Die Bohlsener Mühle bringt mit ihren 5 Korn Aktiv Müslis zwei Sorten nur mit natürlicher Fruchtsüße neu auf den Markt und eines lediglich durch die Beigabe von Schokolade gesüßt.
Auch bei Allos sei derzeit die Reihe ‚Ungesüßte Müslis und Breie‘ besonders gefragt. Der natürliche Zucker in Trockenfrüchten reicht in diesem Fall aus, ansonsten wird mit Honig, Agaven- und Reissirup gesüßt.

Allos ist bekannt als Pionier für Amaranth-Produkte und bietet gleich mehrere Müslis mit dem Andenkorn. Durch das Poppen der kleinen Samenkörner bekommen die Mischungen einen angenehm lockeren Biss, etwa das Nuss-Müsli mit stolzen 20 Prozent Amaranth und einem Mix aus Cashewkernen, Haselnüssen und Mandeln.

Crunch im Trend

In vielen Mischungen tragen Crunchys und Granola zu einem extra knusprigen Biss bei. Zum Backen der typischen Cluster aus Getreide, Zucker und Fett kommt je nach Hersteller Bio-Palmfett oder -Sonnenblumenöl zum Einsatz. Den Karamellgeschmack bringen Rohrohr- oder Rübenzucker, Sirup, Honig oder Kokosblütenzucker.

Davert kommt der Nachfrage mit der Linie Happy Crunch entgegen. Die oft großstückigen geschmacksgebenden Zutaten, ob Stückchen von Zartbitter- und weißer Schokolade oder gerösteten Kokoschips, fallen schon durch die Sichtfenster der farbstarken Tüten ins Auge. Hinsichtlich der  Absatzmärkte stellt Davert fest, dass die Crunchys ebenso wie ihre Cups gern im konventionellen Handel gekauft würden. Aber auch im Fachhandel fänden sich jetzt neue Käuferschichten.

Lycka spricht von Granola-Knuspermüsli und hat sich für die Kombination mit Kokosblütenzucker plus Sonnenblumenöl entschieden. Unabhängig davon gehört das einstige Start-up zu den Bio-Unternehmen mit großem sozialem Engagement. In diesem Fall werden mit dem Kauf der Produkte Schulmahlzeiten mitfinanziert.

Die Bohlsener Mühle führt in der Knusper-Kategorie unter anderen sogenannte 100% Crunchys mit bewusst wenigen Zutaten für einen klaren Geschmack und die ,Mein‘ Knuspermüslis, die mit  aparten Kombinationen wie Zartbitterschokolade und gefriergetrockneten Beeren Appetit machen sollen. Hier beruht die gewünschte Süße und die knusprige Textur überwiegend auf regionalem Bioland-Rübenzucker. Gleichzeitig arbeitet auch die Bohlsener Mühle an der Zuckerreduktion, zum Beispiel durch die Teilnahme am Forschungsprojekt ReformBio.

Allos legt wieder einen Schwerpunkt auf Kreationen mit Amaranth, der Bauckhof und Werz dagegen auf glutenfreien Crunchy. Letztere verbacken dazu gleich vier glutenfreie Alternativen: Buchweizen, Amaranth, Quinoa und Braunhirse. Besonders lange Erfahrung mit Crunchys hat Barnhouse, Marktführer im Bio-Handel.

Um den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen in puncto Zucker entgegen zu kommen, bietet Barnhouse neben normalen Sorten solche mit weniger Zucker. Die bisher vier Sorten mit einem Sirup aus Tapioka und Zucker enthalten nur zwölf Prozent und damit fast ein Drittel weniger Zucker als viele herkömmliche Knuspermüslis. Positiver Nebeneffekt sei, dass der Geschmack von Nüssen und anderen Zutaten besser zur Geltung käme.

Für die ganze Auswahl gilt, dass sie seit der Ernte 2020 komplett mit Hafer und Dinkel der regionalen Barnhouse-Bauern hergestellt werden können.
Zugleich geht die Entwicklung weiter. Neu ins Regal gekommen ist vor kurzem ein hundertprozentiges Hafer-Krunchy mit Hafer in Form von Flocken, Flakes, Popps, Kleie und Sirup.

Leichtgewichte: Flakes, Popps und Extrudate

Die meisten angesprochenen Müsli-Zutaten aus Getreide gibt es auch einzeln, ob für eigene Mischungen, zum Einrühren in Joghurt oder einfach zum Knabbern. Die Bio-Auswahl reicht vom Klassiker Cornflakes aus Mais bis zu Buchweizenflakes, wobei viele Produkte die glutenfrei-Ähre tragen:
Gesüßte Cornflakes hat der Bauckhof im Angebot, ganz naturbelassene Davert und beide Alternativen die Antersdorfer Mühle. Allos wiederum verfeinert die Cornflakes mit Buchweizen und Honig, Turtle mit Schokolade.

Dass sich auch anderes Korn zu Flakes verarbeiten lässt, zeigt wiederum Werz mit reinen Buchweizenflakes. Barnhouse will in dem Bereich neue Impulse setzen, indem sie naturbelassene Dinkel- und Haferflakes toasten und anders als üblich traditionell walzen.

Popps und Extrudate sind die absoluten Leichtgewichte. Erstere verdanken ihre luftig vergrößerte Form einer speziellen Druckbehandlung mit oder ohne Fettzusatz. Die Spannbreite reicht von Daverts gepufftem Amaranth, Quinoa, Buchweizen und Dinkel bis zu den Honig-gesüßten Poppies aus Dinkel, Amaranth oder Hirse von weiteren Anbietern.

Komplett auf Extrudate konzentriert sich MilZu aus Lettland – hergestellt aus einem druckgekneteten, ad hoc entspannten und über Matrizen geformten Getreideteig. Die Bällchen von MilZu fallen insofern aus der Reihe, als dass sie entweder aus herzhaftem Roggen oder Erbsen bestehen.  

Porridge, mehr als Brei für Erwachsene

Auch bei Porridge sind Bio-Hersteller besonders erfolgreich. Die Grundlage bilden einmal mehr Hafer- und/oder Dinkelflocken. Indem sie besonders dünn ausgewalzt werden, lösen sie sich schnell in warmer Milch, Milchalternativen oder Wasser zu einem cremigen Brei. Ein angenehmes warmes Sättigungsgefühl geht einher mit leichter Verdaulichkeit und einem Plus an Ballaststoffen. Natürlich lassen sich die Produkte auch mit kalter Flüssigkeit verrühren und entweder leicht körnig genießen oder werden über Nacht stehen gelassen.

Im Unterschied zu den bewährten Bio-Babybreien verfeinern die Hersteller ihre Porridges mit den verschiedensten natürlichen Zutaten. Aromatische Abwechslung in die Schale bringen etwa die Demeter Hot Hafer-Porridges vom Bauckhof, die jetzt alle glutenfrei sind. Dazu gehören unter anderen Basis-Porridge für Puristen und Selbermischer, 7-Saaten für Gesundheitsbewusste, protein- reiches  Porridge für Sportfreunde, Schoko für Genussmenschen.

Bunt ist auch die Range von Mymuesli mit ihren typischen großstückigen Geschmacks- zutaten. Für die kalte Jahreszeit bietet das Unternehmen spezielle Wintermischungen an, etwa mit Trockenpflaumen, Mohn Crumble und weißen Schoko Mais Crispies. Neue Wege geht Mymuesli zudem  mit dem Launch dreier herzhafter Gemüse-Breie für den ganzen Tag.

Hafer wird immer mehr als Superfood anerkannt, steckt er doch voll wertvoller Inhaltsstoffe von Mineralstoffen bis zu ß-Glucanen. Trotzdem behalten Exoten wie Chia oder Quinoa ihren Reiz. Allos bleibt der Linie  treu und greift das Interesse an Amaranth in Form von verschiedenen Amaranth Frühstücksbreien auf. Davert ist mit Blick auf Flexibilität und Einfachheit noch einen Schritt weiter gegangen und setzt auf Porridge-Cups.

Ob Dinkel-Waldbeere, Kokos-Kakao oder anderes, die Portionspackungen à 65 Gramm eignen sich nicht zuletzt gut für eine ebenso gesunde wie moderne und geschmackvolle Verpflegung in Uni oder Beruf und auch im Homeoffice.

Bettina Pabel

 

Schon gewusst?
Flocken:
Basis ist das ganze Korn, das in einer Walz-Mühle gequetscht wird. Anders als kernige Flocken werden Zartblattflocken vorher  geschnitten; Schmelzflocken werden aus gemahlenem und gepresstem Korn hergestellt. Vorheriges Dämpfen des Korns verbessert die Haltbarkeit und die Verdaulichkeit der Stärke.
Crunchy:
Müslikomponenten werden mit Fett und Zuckerstoffen gemischt, in dünner Schicht knusprig gebacken und aufgerüttelt; ergibt Cluster unterschiedlicher Größe.
Granola:
Einzelne Flocken werden erst mit einer Fett-Sirup-Mischung umhüllt und langsam  goldbraun geröstet, dann kommen weitere Zutaten dazu; meist zarter als Crunchy, die Cluster haben eine unterschiedliche Konsistenz.

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