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Plastikabfall unerwünscht

Konsumenten wünschen sich von Herstellern mehr Transparenz zu Verpackungen

Über tausend Freiwillige haben an einer Befragung des Forschungsprojekts Innoredux zur Reduktion von Verpackungsmüll und unverpacktem Einkaufen teilgenommen. Fast alle Teilnehmer sind der Meinung, dass bei vielen Produkten weniger Verpackungsmaterial ausreichen würde. Die Mehrheit fühlt sich zudem unzureichend über die Produktverpackungen informiert.

Beim Einkauf von Lebensmitteln, Kleidung oder Kosmetik hat sich die Zahl der Kunststoffverpackungen in den letzten zwei Jahrzehnten verdoppelt. Über die Zusammensetzung und Mengen der Verpackungen fühlen sich viele Verbraucher allerdings nicht gut informiert.

Das Projekt Innoredux, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und durchgeführt vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), läuft von 2019 bis 2022. Es untersucht, wie innovative Geschäftsmodelle im Handel den Plastikmüll entlang der Wertschöpfungskette reduzieren können. Die Befragung verfolgte das Ziel herauszufinden, inwiefern ein Verzicht auf Verpackungen akzeptiert wird und welches Potenzial unverpackte Produkte haben.

99 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass viele Produkte mit weniger Verpackungsmaterial auskommen würden. 80 Prozent erklärten, auf den Kauf von Produkten mit starkem Verpackungsaufkommen zu verzichten. Viele wünschen sich von Unternehmen mehr Informationen über Art, Menge und Recyclingfähigkeit der anfallenden Verpackungen. 97 Prozent befürworten zudem Abteilungen mit unverpackten Lebensmitteln in Geschäften, wobei Unverpackt-Läden wegen der großen Entfernung, einer geringen Produktauswahl und hohen Preisen oft noch gemieden werden.


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