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Sortimente

Wohlige Wärme von Punsch und Glühwein

Mit Bio-Heißgetränken gut vorbereitet in die Wintersaison

Eine wachsende Auswahl an Bio-Glühwein und noch mehr Punschen zeigt einmal mehr, dass Bio auch für Genuss, Geselligkeit und fröhliche Festlichkeit steht.

Als klassisches Saisonprodukt für die kalte Jahreszeit beginnen die meisten Händler im September, Glühwein und Punschvarianten zu ordern.
Hier helfen Bio-Produkte sich vom Massenmarkt abzuheben. Die winterlich gewürzten Weine, Fruchtweine oder Mehrfruchtsäfte weisen zwar auch als Bio-Produkt einen oft beträchtlichen Anteil an Zucker auf. Doch verarbeiten die Hersteller stets hochwertige, ökologisch angebaute Trauben und Früchte, häufig sogar in Form von Direktsäften.   

Für das typische Aroma sorgen bei ihnen anstelle von künstlichen Aromen echte Bio-Gewürze, wobei traditionell das Trio aus Zimt, Nelke und Kardamom an erster Stelle steht. Was den Zucker betrifft, so stammt dieser bei den Bio-Heißgetränken teilweise allein aus den eingesetzten Fruchtsäften. Andere Hersteller süßen auch mit Agaven- oder Fruchtdicksäften (Fruchtkonzentraten), Honig oder aber mit normalem Bio-Zucker. Angeboten werden die Bio-Getränke dann mit wenigen Ausnahmen in Glasflaschen, was Qualität und Wertigkeit zusätzlich unterstreicht.

Mit und ohne Alkohol

Zur Auswahl stehen Bio-Punsch ohne Alkohol und Bio-Fruchtglühwein und Bio-Glühwein mit Alkoholgehalten zwischen vier und zwölf Volumenprozent. Dementsprechend führen Fruchtsaft-Keltereien ebenso wie Weinkeller oder Winzer beziehungsweise deren Vertriebs- firmen Bio-Heißgetränke in ihren Sortimentslisten.

Die allgemeine Entwicklung hin zu weniger Alkohol dürfte dazu beitragen, dass letztere mittlerweile meist beide Alternativen anbieten und auf diese Weise zugleich ihre Zielgruppe auf Familien ausdehnen können. Unternehmen, deren Warenangebot sich um eine einzelne Frucht dreht, runden den Bio-Anbietermarkt ab.

Für Kinder und Erwachsene zugleich: Bio-Punsch

Bei den zahlreichen Punschgetränken werden in der Regel ein oder zwei Fruchtsorten in der Bezeichnung besonders hervorgehoben. Und doch handelt es sich um Cocktails aus mehreren farb- und geschmacksstarken Früchten. Rote Sorten überwiegen, speziell im Bio-Bereich gibt es aber auch attraktive helle Varianten. Zu den Unternehmen mit eigener Produktion gehören Beutelsbacher, Rabenhorst und Voelkel. Alle drei Traditionsunternehmen führen ausschließlich alkoholfreie Bio-Heißgetränke.

Haus Rabenhorst beschränkt die Auswahl auf drei Sorten zum Erhitzen: Heißer Rabe, Heißer Apfel-Ingwer-Punsch sowie unter der Marke Rotbäckchen das Winterbäckchen. Während die Kelterei Haus Rabenhorst ihre Produkte mit Gewürz-Kräuterauszügen und Honig abschmeckt, arbeiten Beutelsbacher und Voelkel – wenn überhaupt  –  mit Frucht- oder Agavensüße. Beide führen auch noch mehr Sorten. So finden Verbraucher sowohl Klassiker mit Holunderbeeren oder milde Familienpunsche als auch modernere Mischungen.

So bietet Voelkel einen Zitronen-Ingwerpunsch und einen Vitamin C-reichen bioC-Abwehrpunsch an. Beutelsbacher, die mit der Marke Eos auch im gut sortierten Lebensmitteleinzelhandel vertreten sind, ergänzen ihre Auswahl jetzt durch einen exotischen Karibikpunsch mit Orangen-, Maracuja- und Acerolasaft. Wie bei den meisten deutschen Bio-Keltereien in Form von wertvollen Direktsäften.

Eine Marke, zwei Zielgruppen

Bayernwald aus Hengersberg ist ein gutes Beispiel für jene Hersteller, die Bio-Heißgetränke mit und ohne Alkohol führen. Inzwischen sind es schon mehr alkoholfreie als vergorene Sorten – abgefüllt in schlanken Bordeauxflaschen und der Philosophie des Hauses entsprechend allesamt ohne Trauben. Als Neueinführungen bei den Frucht-Glühweinen macht in diesem Jahr ‚Schlehen-Glut‘ mit neun Volumenprozent neugierig. Mit dem gewürzten Mehrfrucht-Holunderpunsch bietet sich jetzt ebenfalls neu eine rundere Alternative zum bisherigen reinen, naturbelassenen Fliederbeersaft. Dieser erfreut sich laut Vertriebsleiter Markus Kiekbusch vor allem in Norddeutschland immer wieder starker Nachfrage.

Zum Stichwort Klassiker passt das Angebot der Gerstacker Weinkellerei, die seit einigen Jahren ebenfalls immer mehr Bio-Heißgetränke in ihr Angebot aufnehmen. Imageträger ist der bekannte Nürnberger Christkindlesmarkt, jetzt als Bio-Rotweincuvée mit natürlichen Gewürzauszügen. Dazu gekommen sind unter anderem noch zwei Fruchtglühwei­ne, der Christkindles Kinderpunsch aus Biofruchtsaftkonzentraten sowie ein sortenreiner roter Glühwein mit typischen Lebkuchengewürzen und Vanille-Extrakten in Bio.

Das junge Unternehmen Acht Grad plus bringt seit 2012 mit der trendigen Marke Heißer Hirsch frischen Wind in die Regale und auch in die Gastroszene. Den Anfang machten roter und weißer Glühwein: Ein Cuvée aus Merlot und Tempranillo soll für den kräftigen Geschmack des dunkelroten Glühweins sorgen, Airen (ebenfalls Spanien) für das fruchtige Flair der hellen Variante. Beide Sorten lässt das Team in hellen Flaschen und als Bag-in-Box abfüllen. Die zwei neueren naturtrüben Familienpunsche ohne Alkohol gibt es im 0,75 Liter-Elopak.

Eine Frucht im Fokus

Wie schon erwähnt, legen einige wenige Anbieter den Schwerpunkt  auf nur eine bestimmte Fruchtsorte. So vertreibt Aronia Original aus Dresden neben anderen Bio-Produkten aus der nährstoffreichen dunkelvioletten Beere auch einen Aronia-Früchtepunsch und einen Glühwein. Im Glühwein mildern Rohrzucker und natürliches Glüh- weinaroma die ansonsten eher herbe Note. Für Verbraucher, die eine alkoholfreie Variante bevorzugen, hat das Unternehmen den Aronia Früchtepunsch mit Trauben- (40 Prozent) und Birnensaft (30 Prozent) sowie Punschgewürzen entwickelt. Dabei sei ihnen nicht zuletzt die Regionalität sehr wichtig, heißt es hier. Ein großer Teil der Aroniabeeren stammt tatsächlich aus Deutschland, ergänzt durch Bio-Ware aus Polen. Verarbeitet wird der Aroniasaft dann von einer kleinen Kelterei in Sachsen.

Ein weiteres Beispiel ist Elbler. Der Firmenname legt nahe, dass hier ein typisches Obst aus der Gegend an der Elbe im Fokus steht: Es sind Bio-Äpfel aus Deutschland und möglichst direkt von Partnerhöfen aus dem Alten Land. Im Sortiment hat das Start-Up den sogenannten ‚Glühapfel‘, der durch die natürliche Fermentation nur vier Volumenprozent Alkohol enthält. Als alkoholfreie Alternative steht ein winterlich abgeschmeckter naturtrüber Apfeldirektsaft bereit. Pünktlich mit der Apfelernte beginnt die Zeit der Produktion des Glühapfels, informiert Judith Sievers aus dem Marketingteam. In den Märkten sei er ab Oktober und über die Wintermonate hindurch erhältlich … solange der Vorrat reicht.

Glühwein-Trend

Ein Trend darf beim Thema Glühwein nicht fehlen - Produkte vom Winzer. Händler in typischen Weingegenden können daher eventuell sogar regionale Winzer-Glühweine listen. Wo das nicht der Fall ist, bietet sich das Angebot von Riegel Weinimport an. Für den Weinprofi und Geschäftsführer Peter Riegel ist Bio von Anfang an das Tüpfelchen auf dem i der Weinqualität.
Als Eigenmarke stehen bei Riegel drei Bioglühweine zur Auswahl: Eine halbtrockene rote Cuvée unter der Marke Landparty sowie zwei gewürzte Festtagsglühweine aus Weiß- beziehungsweise Rotwein.

Verfügbar sind die Bio-Glühweine nur saisonal, wobei der Weinhändler eine Lagerzeit von einem Jahr angibt - falls Kunden doch mal eine Flasche übrig behalten sollten. Unabhängig davon haben Anbieter auch noch Tipps für nicht saisonalen Genuss. „Unsere alkoholfreie Variante schmeckt auch in den wärmeren Monaten, gekühlt auf Eis, sehr erfrischend und stellt durch die Vanille - und Zimt- Note eine interessante Abwechslung zu herkömmlichem Apfelsaft dar“, heißt es bei Elbler. Andersherum weiß Jessica Liebsch, Unternehmenskommunikation bei Aronia Original: „Viele Kunden erhitzen einfach mal unseren Direktsaft. Zusammen mit winterlichen Gewürzen ergibt dies einen wohlschmeckenden alkoholfreien Punsch.“

Bettina Pabel


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