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Mit Bio-„Afrocados“ Gutes tun

Eosta sichert Einkommen von 20.000 kenianischen Kleinbauern

Mit Bio-„Afrocados“ Gutes tun
Produktmanager Neville Mchina freut sich über die hohe Qualität der Bio-Avocados aus Kenia.

Waddinxveen, 22. Mai 2017   |     Bio-Avocados, die hierzulande in den Läden angeboten werden, stammten bisher fast ausschließlich aus Südamerika. Dies lag vor allem an den hohen Qualitätsanforderungen an Bio-Ware, die andere Anbauländer nur schwer erfüllen konnten. Bis jetzt: Denn der niederländische Bio-Importeur Eosta bietet aktuell Bio-„Afrocados“ von 20.000 kenianischen Kleinbauern an. Der ökologische Anbau von Avocados hat ihnen geholfen, ihr Einkommen um das Zehnfache zu erhöhen. Vor allem jetzt, da Kenia von hartnäckigen Dürren geplagt wird, ist dies eine große Hilfe für die Landwirte.

Die Bio-„Afrocados“ werden von Eosta um Nairobi/Kenia angebaut. In der Regel ist die Gegend mit viel Niederschlag gesegnet. Gegenwärtig ist die Region aber ebenso wie der restliche Teil Ostafrikas von extremer Trockenheit betroffen. Zum Glück sind Avocadobäume jedoch sehr robust: durch den Wassermangel werden die runden Früchte zwar etwas kleiner, dafür aber auch intensiver im Geschmack. „Im Weinbau ist das ein bekanntes Phänomen: unter Stress produzieren die Pflanzen schmackhaftere Früchte“, erklärt Neville Mchina, Produktmanager für Bio-Avocados bei Eosta. „Auch die Konzentration gesundheitsfördernder sekundärer Pflanzenstoffe wie Antioxidantien ist dann höher.“

Export ermöglicht verzehnfachtes Einkommen

Doch die kleinen Bio-Früchte sind nicht nur lecker und kerngesund, der Export der Bio-Avocados hat auch entscheidend dazu beigetragen, dass sich das Leben der kenianischen Kleinbauern verbessert hat, erklärt Mchina weiter: „Viele der Erzeuger haben bisher nur für den Eigenverbrauch oder den lokalen Markt angebaut. Durch die Zusammenarbeit mit Eosta und den Einsatz moderner Technologie betreiben die im Erzeugerverbund zusammengeschlossenen Kleinbauern ein besseres Qualitätsmanagement und können ihre Produkte so als zertifizierte Bio-Ware zu einem höheren Exportpreis verkaufen. Das bedeutet eine Steigerung ihres Einkommens um das Zehnfache!“

Der eingekehrte Wohlstand ist in der Anbauregion mit bloßem Auge erkennbar: die teilnehmenden Kleinbauern verfügen über größere Häuser, die Straßen sind besser und Schulen und gemeinnützige Einrichtungen für die Dorfgemeinschaft konnten aufgebaut werden. „Unsere Zusammenarbeit hat einen enorm positiven Einfluss auf die Menschen vor Ort und eine schafft so eine Win-win-Situation für alle Seiten“, freut sich Mchina. 

Export verbessert Gesundheitsversorgung in abgelegenen Gebieten

Der Zugang zum Weltmarkt eröffnet den kenianischen Kleinbauern jedoch nicht nur neue, nachhaltige Einkünfte und sichert den Familien ein langfristiges und faires Einkommen, auch der Zugang zur medizinischen Versorgung hat sich verbessert. „Im Rahmen unserer Kampagne ‚One Cent for the Future’ unterstützen wir mit unserer Eigenmarke Nature & More mit jedem Verkauf der Bio-‚Afrocados’ das ‚Jungle Afya Home Based Health Care’-Projekt, das es ausgebildeten Krankenschwestern ermöglicht, auch solche Patienten zu besuchen, die den Weg in die Klinik nicht mehr bewältigen können“, erklärt Mchina. „Die Verbraucher können mit dem Kauf unserer Bio-‚Afrocados’ also in mehrfacher Hinsicht einen echten, positiven Unterschied im Leben der Menschen vor Ort bewirken!“



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