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Umweltinstitut München: ECHA ignoriert Krebsgefahr durch Glyphosat

Am Mittwoch gab die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) bekannt, dass der Unkrautvernichter Glyphosat ihrer Einschätzung nach ‚nicht krebserregend‘ sei. Die Beurteilung der ECHA steht damit im Widerspruch zum Ergebnis der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC), die Glyphosat als ‚wahrscheinlich krebserregend für den Menschen‘ einstuft.

Laut Umweltinstitut München handelt es sich um Studien, die von der Industrie selbst durchgeführt wurden und die nicht allgemein zugänglich sind. Das Urteil der ECHA sei somit nicht nachprüfbar. Zudem bestehe der Verdacht, dass vermeintlich unabhängige Studien zu Glyphosat durch den Hersteller Monsanto beeinflusst worden seien. Das gehe aus jetzt öffentlich gewordenen internen E-Mails von Monsanto-Mitarbeitern hervor.

Dagegen lieferten zahlreiche Studien Belege für die Gefährlichkeit von Glyphosat für Mensch und Umwelt. Gemeinsam mit anderen Organisationen hat das Umweltinstitut eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) gestartet, mit der es ein EU-weites Glyphosat-Verbot und den Schutz der Menschen und der Umwelt vor giftigen Pestiziden fordert. Hier geht’s zur Bürgerinitiative: www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/europaeische-buergerinitiative-stop-glyphosat.html


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Stichwörter: Glyphosat, Umweltinstitut München