Start / News / Bio-Tops / Wir lassen uns nicht weiter vergiften

Pestizidbelastung

Wir lassen uns nicht weiter vergiften

Basic startet eine Aktion gegen das Pestizid Glyphosat

Wir lassen uns nicht weiter vergiften

Als Reaktion auf die EU-Politik, die Glyphosat weiterhin in der Landwirtschaft zulassen will, beteiligt sich die Münchner Basic AG an einem Test auf Glyphosat-Rückstände.

Mit sehr hoher Wahrscheinlich ist die deutsche Bevölkerung mit dem Pestizid Glyphosat im Körper belastet. Bei einer repräsentativen Datenerhebung sollen mittels flächendeckender Urin-Proben die Glyphosatrückstände getestet werden.
„Wir werden in dem Thema ‚Schutz unserer Gesundheit vor Pestizidbelastungen‘ faktisch unmündig gehalten und das ist absolut inakzeptabel!“, so Stephan Paulke, Vorstandsvorsitzender der basic AG. Im Sommer 2016 soll über die Neuzulassung von Glyphosat entschieden werden. Eine gesicherte Datengrundlage, in welchem Maße unsere Bevölkerung bereits mit Glyphosatrückständen belastet ist, existiert bisher nicht. Um dies zu ändern, lässt die Bürgerinitiative Landwende im Rahmen der Kampagne „Ackergifte? Nein danke!“ in Kooperation mit dem Bio-Unternehmen die erste repräsentative Datenerhebung zur Glyphosat-Belastung in Deutschland erstellen. Hierfür sollen mindestens 1.000 Urin-Proben deutschlandweit gesammelt werden.
Vom 16. November 2015 bis Mitte Dezember liegen deutschlandweit in allen basic Bio-Supermärkten Testsets zur Mitnahme aus, um den eigenen Urin auf Glyphosatrückstände testen zu lassen. Die Proben schicken die Testteilnehmer an das Labor BioCheck in Leipzig. Gegen einen Unkostenbeitrag in Höhe von 53,55 € nehmen diese an der Datenerhebung teil und erhalten ihr Testergebnis per Post. Dadurch erfahren sie, ob sie ebenfalls – unverschuldet – das Gift im Körper tragen und engagieren sich automatisch gegen eine Neuzulassung des Pestizids.
Erste stichprobenartige Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland das Gift bereits im Körper trägt. Monsanto brachte 1974 unter dem Handelsnamen RoundUp das Pestizid Glyphosat  auf den Markt. Glyphosat ist der am meisten eingesetzte Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln, der von der WHO mittlerweile als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ackergifte-nein-danke.de.


Ticker Anzeigen

Das könnte Sie auch interessieren


Erfolg vor Gericht: Schadenersatz für Glyphosat im Honig

Entscheidung zugunsten der Brandenburger Imkerei Seusing

Erfolg vor Gericht: Schadenersatz für Glyphosat im Honig © Aurelia Stiftung

Die Imkerei Seusing aus Brandenburg erhält Schadensersatz für ihren mit Glyphosat verunreinigten Honig. Das hat das Landgericht Frankfurt/Oder in der vergangenen Woche entschieden. Die Aurelia Stiftung begrüßt das Urteil als richtungsweisendes Signal für die Landwirtschaft und Politik. Bisher blieben Imkereien auf den fremdverursachten Schäden sitzen, wenn ihr Honig durch Pestizide aus der Landwirtschaft belastet ist.

30.06.2022mehr...
Stichwörter: Pestizide, Glyphosat, Pestizidbelastung, Basic AG

Pestizide nachhaltig verwenden?

Abdrift, Rückstände und Ausstieg: EU-Webinar zum Problemfeld Pestizide

Pestizide nachhaltig verwenden?

Wie sehr haben Bio-Landwirte unter dem Pestizidabdrift konventioneller Betriebe zu leiden? Wann kommt die neue Verordnung der EU zur Förderung nicht-chemischer Methoden? Und wie lässt sich der schrittweise Ausstieg vorantreiben? Im Webinar ‚Schau, was kommt von draußen rein…‘, veranstaltet von der Europagruppe der Grünen und dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft, trafen sich Politik, Zivilgesellschaft und Vertreter der Bio-Branche zur Diskussion.

07.04.2022mehr...
Stichwörter: Pestizide, Glyphosat, Pestizidbelastung, Basic AG