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Gewürze

Faszination Gewürze

Größtes Gewürzmuseum Deutschlands eröffnet

Faszination Gewürze © K. Slusarczyk

Oktober 2015, Kulmbach   |    Seit Mitte Oktober ist das Deutsche Gewürzmuseum nach umfangreicher Gebäudesanierung fertiggestellt und nun offen für alle, die sich für die vielfältige Welt der Gewürze interessieren. Ein interaktives, lebendiges Ausstellungskonzept macht den Museumsbesuch zum Erlebnis für alle Sinne und vermittelt gleichzeitig wertvolle Informationen rund um das Thema Gewürze. Auf über 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfährt der Besucher Wissenswertes über ihre Verarbeitung und Verwendung durch die Jahrhunderte, ihre Geschichte, ihre Herkunft und ihre kulturelle Bedeutung.

Grundstock der umfangreichen Sammlung im oberfänkischen Kulbach sind Exponate, welche die Adalbert-Raps-Stiftung gemeinsam mit dem Kulmbacher Gewürzwerk Raps GmbH & Co. KG zusammengetragen hat. Sie zeigen sehr anschaulich verschiedene Aspekte der Ernte, des Transports und der Verarbeitung im Wandel der Zeit.

Gewürzkultur von damals bis heute

Die Ausstellung betritt der Besucher durch einen orientalischen Bazar, auf dem er eine Fülle von Gewürzen, riechen und befühlen kann. So eingestimmt macht er sich auf den Weg entlang der historischen Gewürzroute, um an verschiedensten Stationen buchstäblich zu „erfahren“, wie die kostbaren Substanzen einst über Land und Wasser in die Handelsstädte und von dort über die Alpen bis in die Verteilzentren nach Deutschland kamen.

Filmbeiträge geben Einblicke in die Arbeit von Gewürzmühlen vergangener Tage bis hin zur modernen Verarbeitung. Ein Schwerpunkt ist im Anschluss die Verwendung von Gewürzen im Handwerk, in der Lebensmittelindustrie und Kochkunst – unter anderem ist hier eine vollständig aufgebaute Metzgerei aus den 1950er-Jahren zu sehen.

In einem sehr wertig gestalteten Botanikum erfährt der Besucher zudem alles über die Herkunft von Gewürzpflanzen, über ihre Nutzung und geographische Einordnung.

Weitere Ausstellungsteile widmen sich der Bedeutung von Gewürzen als Heilmittel sowie ihrer Rolle in Mythos und Magie.

Sigrid Daum, Geschäftsführerin des Gewürzmuseums: „Besucher finden bei uns keine klassische „Vitrinenausstellung“. Wir inszenieren Themenräume rund um das vielschichtige Thema Gewürze. Ein Glücksfall war für uns Dr. Manuela Mahn, die wir als Gewürzexpertin für die wissenschaftliche Konzeption gewinnen konnten. Mit ihrem beeindruckenden Hintergrundwissen war es möglich, das Thema so fundiert und facettenreich darzustellen.“

Lebensmittelstandort Kulmbach

Die Räume des Gewürzmuseums befinden sich im historischen Gemäuer des Kulmbacher Mönchshofs. Knapp eineinhalb Jahre dauerte es vom Beginn des Umbaus bis zur Museumseröffnung, insgesamt entstand ein Kostenvolumen von rund 4 Millionen Euro. Sigrid Daum: „So ein riesiges Projekt konnte der Trägerverein des Museums natürlich nicht alleine stemmen. Ein Großteil der Mittel stammt aus öffentlichen Töpfen, wie z.B. aus dem „LEADER in Eler“-Programm des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und „Forsten“, der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung und dem Bayerischen Kulturfonds.“

Im Kulmbacher Mönchshof ist das Deutsche Gewürzmuseum in guter Gesellschaft, hier finden sich auch das Bayerische Brauereimuseum und das Bayerische Bäckereimuseum. Mit der Neueröffnung baut der Lebensmittelstandort Kulmbach nun sein Angebot mit einem für die Region wirtschaftlich und kulturell wichtigen Thema weiter aus.

Das Gewürzmuseum ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt regulär 6 Euro, für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei und für Jugendliche,  Senioren und Gruppen ab zehn Personen gibt es Ermäßigungen. Mit einem Kombi-Ticket können alle drei Museen zum Preis von 12 Euro besucht werden. Unter dem Motto „Kultur & Genuss“ stellen die Museen im Mönchshof zudem gerne abwechslungsreiche, individuelle Tagesprogramme für verschiedene Zielgruppen zusammen.

Weitere Informationen unter: www.kulmbacher-moenchshof.de

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