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Fairtrade und Bio eine gute Kombination
12.02.15 | Laut einer Hochrechnung sind im Jahr 2014 79 Prozent der verkauften Fairtrade-Produkte auch Bio zertifiziert gewesen. Die Fairtrade Standards sind ein guter Wegbereiter für die Bio-Zertifizierung. Sie geben soziale und ökonomische Richtlinien vor und berücksichtigen Umweltaspekte. Durch die Einrichtung von Pufferzonen, Verbot der Brandrodung, und gestatten von Wildsammlung nur in begrenztem Rahmen wird die biologische Vielfalt gewahrt.
Als zweit wichtigstes Siegel für Fairtrade-Produzenten ließen weltweit rund 50 Prozent von ihnen sich Bio zertifizieren. Dadurch kommt bei fair gehandeltem Kaffee der Anteil in 2014 verkauften Produkten an Bio auf 70 Prozent. Bei Schokolade liegt der Wert bei über 50 Prozent, Süßwaren sind bei 60 Prozent und Trinkschokolade bei 70 Prozent. Spitzenreiter ist die Banane mit 98 Prozent Bio-Anteil bei Fairtrade.
Naturland Fair, Hand in Hand und Fairtrade haben hohe Aussagekraft
Für die aktuelle Mai-Ausgabe hat Stiftung Warentest vier Nachhaltigkeitssiegel untersucht. Dabei schnitt das Bio-Siegel ‚Hand in Hand‘ am besten ab, aber auch ‚Naturland Fair‘ und dem Fairtrade-Siegel attestiert die Verbraucherorganisation eine hohe Aussagekraft. Dagegen wird das Label der Rainforest Alliance nur als mittelmäßig bewertet.
Ab morgen wird es ernst: Am 15. Oktober endet die Übergangsfrist, die Drittländern gewährt wurde, um sich nach der neuen EU-Öko-Verordnung von 2018 zertifizieren zu lassen. Lange hatten Verbände und Bio-Unternehmen vor den Folgen gewarnt und längere Fristen gefordert, damit Erzeugergruppen den Aufwand der Umsetzung meistern können. Fairtrade Deutschland prognostiziert nun Ausstiege aus der Bio-Zertifizierung und befürchtet Lieferengpässe.
Der Absatz von Produkten mit Fairtrade-Siegel ist im ersten Halbjahr 2024 um drei Prozent nach oben gegangen. Wie der Verein Fairtrade Deutschland mitteilt, haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum alle Kernprodukte positiv entwickelt: Bananen um neun, Blumen um sieben und Kaffee um fünf Prozent. Gingen die Absätze im Jahr 2023 leicht zurück, scheint die inflationsbedingte Kaufzurückhaltung damit fürs Erste überwunden.