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BioSüd

BioSüd absolut überzeugend

Hohe Besucherzahl und zufriedene Aussteller in Augsburg


Eckbert Dauer, Ministerialdirigent im bayerischen Agrarministerium, informiert sich auf dem BioSüd-Rundgang.
Mit 4.500 Fachbesuchern und 472 Ausstellern war die BioSüd in Augsburg eine ausgesprochen lebendige Veranstaltung. Das hier ist die Bio-Fachmesse für die Einzelhändler und auch die Gastronomie. Es geht nicht um Rohstoffe, Import und Export. Insgesamt vier BioMesse-Standorte und -Termine weisen auf einen hohen Regionalcharakter hin.

 

Die Fülle der Aussteller bietet den Einzelhändlern einen tiefen Blick in die Vielfalt der Biosortimente. Schon mancher Newcomer konnte hier die Ladner von der Qualität seiner Produkte überzeugen und durch deren Nachfrage den Weg in die Großhandlungen finden. Großgebinde für die Gastronomie stehen nicht im Wettbewerb zum Naturkostfachhandel, an die Reformhäuser als Mitbewerber am Markt hat sich die Fachhandelsbranche schon lange gewöhnt.
Rüdiger Kerschner von EcoPlus zeigt stolz seine aktuellste Premium-Neuheit.
Daher haben die Veranstalter für sie Plattformen auf den BioMessen geschaffen.

Etwas schwerer fällt die Akzeptanz von Kaufleuten des selbstständigen Lebensmitteleinzelhandels SEH. Qualitätsorientierte konventionelle Kaufleute werden zunehmen als zuverlässige Partner in der Biovermarktung angesehen. „Bio für alle geht nur mit Allen“, so Achim Wagner, Leiter Handel und Vertrieb bei Demeter, „wir müssen jedoch darauf achten, dass unsere Ansprüche und Normen beachtet werden und erhalten bleiben.“ Das auf den Naturkostfachhandel zugeschnittene Programm demeter-Aktiv-Partner wird auf den BioMessen präsentiert. Für Kaufleute mit herkömmlichen Supermärkten wird ein demeter-Handelsvertrag angeboten. Wer bei den Messeanmeldungen den SEH als Zielgruppe angibt, wird am Stand und im Messekatalog entsprechend gekennzeichnet. Diese Wegweiser erleichtern Kaufleuten den Zugang zu Biosortimenten.

Die Aussteller der BioSüd äußerten sich zufrieden. „Das war eine Super-Messe für uns. Die BioSüd war hervorragend besucht und nach meinem Gefühl die beste bis jetzt“, sagte Vertriebsleiter Klaus Frericks von der Molkerei Söbbeke aus Epe in Nordrhein-Westfalen. Die Molkerei hat auf der Messe direkt Aufträge geschrieben für die limitierten Bio-Käse. Die Bio-Molkerei ist erfolgreich auf dem Markt. Allerdings ist der Absatz von Fruchtjogurt rückläufig. Der Absatz von Schaf- und Ziegenmilchprodukten steigt, ebenso wie der vegane Milchersatz. Das geht im Handel zu Lasten des Regal-Platzes für die klassischen Fruchtjogurts.

Die Aussteller warteten mit zahlreichen Neuprodukten auf. EcoPlus präsentierte den AltWien Kaffee. „Den Kaffee stelle ich heute zum ersten Mal vor. Der ist ganz neu bei uns“, erläutert Gechäftsführer Rüdiger Kerschner. Die drei Produkte Wiener Mischung, Wiener Mokka und einen Demeter Single Origin aus Brasilien bot EcoPlus zum Verkosten an.


bioPress im Kontakt mit einem weiteren attraktiven Bio-Großhändler mit Ergänzungssortiment. Klemens Reif (li.) mit Redakteur Anton Großkinsky.
Die Pastafactory aus Türkheim/Bayern hatte mit ihren bunten Premium Tagliatelle auf der BioSüd Premiere. Die Teigwaren werden bei niedriger Temperatur verarbeitet. Mit den Faltschachteln und den bunten Nudeln lässt sich ein repräsentativer Aufbau im Regal realisieren.

Feinkostgroßhändler Gerald Bartke aus Bayern zeigte einen ungeschwefelten Wein. Auf dem europäischen Markt spielt das noch keine große Rolle. In den USA darf Bio-Wein nicht mit Schwefel behandelt werden, daher steigt diese Bio-Produktion in Spanien.

Großhändler Naturlogistik aus Bayern hat mit veganen, Rohkost und Premium-Produkten kleiner handwerklicher Marken einen erfolgreichen Auftritt absolviert. „Wir sind Zusatzlieferant für Spezialitäten“, erläutert Geschäftsführer Klemens Reif, der rund 2.000 Artikel liefern kann. Rohkost-Nudeln bis Zoigl-Bier können Händler per Paketdienst bestellen. Das Zoigl-Brot vertreibt Großhändler Thomas Slottke aus München. Naturlogistik-Gründer Reif hatte in bioPress über Brot-Großhändler Slottke gelesen und rief dort an. Inzwischen ist er Lieferant.

Die Gepa stellte ihr neues Sortiment mit veganen und  gewürzten Schokoladen vor. Curry und Garam Massala bieten neue Geschmackserlebnisse für Experimentierfreudige. In der veganen Schokolade wird Kuhmilch durch Reismilch ersetzt.


Lovechock-Geschäftsführerin Franziska Rosario stellt die neuen Artikel der Rohkost-Schokolade aus Amsterdam vor.
Lovechock aus Amsterdam stellte die drei neuen Sorten Pecan/Maca, Mandel/Zimt, Maulbeere/Hanfsaat vor. Der Hersteller von Roh-Schokolade ist im deutschen Fachhandel innerhalb von drei Jahren zur Nummer drei im deutschen Fachhandel hinter Vivani und Rapunzel aufgestiegen.

Fish4Ever mit Konserven in der klassischen Dose und dem hochwertigen Glas haben über Naturkostgroßhändler Bodan aus Baden-Württemberg den deutschen Naturkostmarkt betreten. In den Benelux-Ländern und der Schweiz hat das Unternehmen aus Großbritannien mit einem Büro in Berlin bereits Fuß gefasst.

Geflügellieferant Bodin schließt aktuell die Lücke, die der Rückzug von Salomon im Bio-TK-Markt hinterlassen hat. Bio-Hähnchen-Nuggets, -Hackfleischbällchen und -Flügel gibt es in TK. Die  Franzosen sind bereits bei Weiling und Dennree gelistet und damit flächendeckend vertreten.

Eine wichtige Funktion erfüllen die BioMessen zunehmend auch als Kommunikationsforum. „Die BioSüd ist nicht nur Plattform für den Naturkostfachhandel in Süddeutschland. Hier lässt sich auch erleben, wie regionale Wertschöpfung und regionales Wirtschaften aussehen können, die wichtige Bestandteile nachhaltiger Konzepte sind“, erläutert Elke Röder, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren, Schirmherr der BioMessen.

So besuchten Eckbert Dauer, Ministerialdirigent im bayerischen Agrarministerium sowie Reiner Erben, Umweltreferent der Stadt Augsburg, auf einem gemeinsamen Rundgang Bio-Unternehmen aus Bayern auf der BioSüd.  

Die BioSüd bildete den Abschluss des BioMessen Quartetts. 2014 erreichten die Regionalmessen 13.000 Fachbesucher bundesweit. Die Termine für 2015 stehen fest:

BioOst 19. April 2015,
BioWest 10. Mai 2015,
BioSüd 20. September 2015,
BioNord 27. September 2015.

AG

 

 

 


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