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Amerikaner wollen Bio-Produkte

45 Prozent der US-amerikanischen Kunden suchen im Supermarkt nach Bio-Produkten und finden oft kein passendes Angebot wie eine auf dem Inter­netportal livingmaxwell.com veröffentlichte Umfrage des Gallup-Instituts ergab. In den USA werden vier Prozent des Lebensmittelumsatzes mit Bio-Produkten getätigt. Das sind rund 35 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro).

Der Westen der USA ist mit 54 Prozent bio-affiner als der Osten mit 39 Prozent der Bevölkerung, bei denen Bio zur Ernährung gehört. Es gibt wie in Deutschland ein Stadt-Land-Gefälle. In den großen Städten stehen bei 50 Prozent der Bevölkerung Bio-Produkte auf dem Einkaufszettel. Auf dem Land sind es mit 37 Prozent deutlich weniger. In ländlichen Regionen lehnen 19 Prozent Bio ab. In den Vorstädten gibt es nur sechs Prozent Bio-Verweigerer.

In der jüngsten Altersgruppe (18 bis 29) versuchen 53 Prozent Bio-Produkte auf den Speiseplan zu setzen. Mit zunehmendem Alter wird es als nicht mehr vorrangig bezeichnet. Bei den über 65jährigen versuchen noch 33 Prozent Bio in die Ernährung einzubauen.

Die Zustimmung zu Bio ist vom Einkommen abhängig. Bei den Haushalten mit einem Einkommen von mehr als 75.000 Dollar (60.000 Euro) befinden sich 49 Prozent aktive Bio-Konsumenten. Bei den Haushalten mit einem Einkommen unter 30.000 Dollar sinkt der Anteil auf 42 Prozent. Hier gibt es 24 Prozent, die Bio ablehnen. Bei den Haushalten mit den höchsten Einkommen meiden nur elf Prozent Bio.

Der Anteil von Bio am Lebensmittel-Umsatz ist mit vier Prozent allerdings noch recht gering. Das führt livingmaxwell darauf zurück, dass Bio-Produkte nicht für jeden erschwinglich und nicht verfügbar sind. Dafür wird die Politik verantwortlich gemacht. Die Politiker in Washington fühlen sich den großen Unternehmen der Lebensmittelindustrie verpflichtet. Die Probleme sind ähnlich oder gleich denen in Deutschland.

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