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AÖL fordert maximale Prämienhöhe für den Ökolandbau

Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL) fordert die Erhöhung der Ökolandbauprämie in Baden-Württemberg auf den maximal möglichen Satz.

„Die derzeitige Prämie reicht nachgewiesener Maßen nicht aus, um den Mehraufwand für eine Ökologische Bewirtschaftung auszugleichen“, sagte Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer der AÖL. „Die Betriebe des Ökolandbaus in Baden-Württemberg und diejenigen, die über eine Umstellung auf Ökologische Bewirtschaftung nachdenken, sind durch die guten Erträge und derzeit hohen Preise im konventionellen Landbau benachteiligt“, so Eichert weiter. 

Wenn das Land den Ökolandbau in Baden-Württemberg nennenswert ausweiten will, dann muss es seinen Spielraum nutzen und den maximal möglichen Fördersatz gewähren. „Ebenso muss den Landwirten der Wechsel von der alten in die neue Förderung ermöglicht werden“, so Eichert. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei es auch wichtig, die Bestandsbetriebe durch verlässliche politische Signale in der Ökologischen Bewirtschaftung zu halten. Andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz bieten Öko-Landwirten diese Wechselmöglichkeit. Diesem Vorgehen solle sich die hiesige Landesregierung anschließen und zugleich den für Bestandsbetriebe wie Umstellungsinteressenten wirtschaftlich notwendigen Förderspielraum voll ausnutzen. 

Neben der Beförderung des Natur- und Umweltschutzes hat sich die derzeitige Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag 2011 für eine deutliche Ausweitung des Ökologischen Landbaus und eine Anhebung der Prämien ausgesprochen. Eichert betont: „Wir honorieren die Bemühungen der Landesregierung, den Natur- und Umweltschutz mittels erheblicher Finanzmittel deutlich voran zu bringen. Ebenso mutig und konsequent gilt es nun die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu ökologisieren. Als gesellschaftlich erwünschte Leistung trägt der Ökolandbau unter anderem zum Biodiversitätserhalt, zum Gewässer- und Klimaschutz bei. Der Ökolandbau trägt zugleich mit seinen vielschichtigen Betrieben dazu bei, den Ländlichen Raum als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum zu gestalten und für kommende Generationen zu erhalten. Diese Leistungen sollte die Landesregierung anerkennen und ab der neuen Förderperiode angemessen honorieren“, sagte Eichert abschließend.

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