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Übernahme

Neustart der Dorfkäserei Geifertshofen

Regionales Projekt in Hohenlohe ist gerettet

Die Dorfkäserei Geifertshofen ist gerettet. Das Unternehmen hatte Ende März einen Insolvenzantrag gestellt. Nun hat eine Auffanggesellschaft das Unternehmen übernommen und führt es weiter. An der Spitze steht der Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Bühler, welcher auch die solidarische Rettungsaktion leitet, die Vorstandsvorsitzende ist Nadine Bühler, zuständig für Finanzen und Organisation. Vorstand Michael Rebmann verantwortet den Vertrieb und Margarete Schmidt die Käseproduktion.

Die neue Mannschaft verbreitet Hoffnung auf der PK in Geifertshofen. Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Bühler gibt die Rettung der Dorfkäserei bekannt.

Margarete Schmidt und Hubert Wall haben die Dorfkäserei 1997 gegründet und waren geschäftsführende Gesellschafter. Wall übernimmt die Läden in Tübingen und Eisenach und vertritt das Unternehmen weiter auf Messen.

In einer Versammlung mit Gesellschaftern, Milchbauern und Mitarbeitern wurde die Rettung offiziell bekannt gegeben. „Hier ist nicht nur eine Käseproduktion. Dies ist eine Dorfkäserei! Ein Projekt für die ländliche Entwicklung in Hohenlohe! Ein Projekt von Bauern und engagierten  Mitmenschen für die Ökologie“, führte Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Bühler aus. Im sechsköpfigen Aufsichtsrat sitzt mit Demeter-Vorstand Klemens Fischer ein weiteres prominentes Mitglied sowie Rainer Kubach als Bioland Regionalvertreter und zwei Bio-Heumilchbauern.

In der neuen Gesellschaft haben auch die Stadt Schwäbisch Hall und die Volksbank Schwäbisch Hall Aktien gezeichnet, der Großteil kommt von der BESH. Diese wird ihr Engagement jedoch Zug um Zug  auf unter 25 Prozent reduzieren, damit die Dorfkäserei Geifertshofen als eigenständiges Unternehmen gilt und somit auch Zuschüsse empfangen kann. Das Unternehmen verfügt aktuell über ein Stammkapital in Höhe von 250.000 Euro. Die Mitarbeiter werden von der neuen Gesellschaft weiter beschäftigt.
Gut 100 Heubauern, Mitarbeiter, Aktionäre und Pressevertreter sind zur PK nach Geifertshofen gekommen um zu hören wie es weitergeht.

Das 2011 gebaute Reifelager hat dem Unternehmen, das jährlich rund drei Millionen Umsatz erwirtschaftet, große Verluste von mehr als  100.000 Euro beschert, weil der Käse nicht reifte, wie er sollte und zum Teil nicht mehr verkaufsfähig war. Hier wird investiert werden müssen, um die Mängel zu beseitigen. Zur Käserei gehört der Dorfgasthof Ochsen, der zuletzt geschlossen war und wieder eröffnet werden soll. Gastronomie-Sachverstand ist bei Mitgesellschafter BESH angesiedelt.  

Die Geschäfte der handwerklichen Käserei, die Heumilch von Bioland- und Demeter-Bauern verarbeitet, funktionieren. Der Bio-Käse aus Geifertshofen ist gefragt in den Theken des NFH und LEH: Weitere Heumilch-Lieferanten werden gesucht. „Wir werden alles tun, damit dieses Projekt wieder aufblühen wird, so wie es von den Gründern angelegt und gedacht war“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Bühler.

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