Anuga
Anuga: Bio-Kompetenzzentrum VIII
Save our Soils
Dem Thema Bio wird seit zehn Jahren eine Plattform geboten
Eosta setzte auf der Anuga seine SOS-Kampagne fort. Save our Soils (Rettet unsere Böden) hat sich das holländische Bio-Fruchthandelsunternehmen Eosta auf die Fahne geschrieben. Prof. Ulrich Köpke von der Uni Bonn erläuterte die Problemlage. Die herkömmliche Landwirtschaft führt zu Erosion. Die zur Verfügung stehende Anbaufläche nimmt ab bei wachsender Weltbevölkerung.
Der biologische Landbau steuert hier dagegen. Im Bio-Landbau wird der Humus, die fruchtbare Schicht im Boden, gepflegt. Durch Fruchtfolge mit Gründüngung bleibt der Boden ertragreich. Tiefwurzelnde Pflanzen sorgen dafür, dass Nährstoffe wie Phosphor aus tieferen Bodenschichten nach oben zu den Pflanzen gelangen.
Mit den Methoden des ökologischen Landbaus kann die Erzeugung von Lebensmitteln in Afrika binnen fünf bis zehn Jahren verdoppelt werden. Bei den vielen Kleinbauern ist das Geld für die Investition in die hochmechanisierte konventionelle Landwirtschaft und für die teuren Betriebsmittel wie Kunstdünger und Spritzmittel nicht vorhanden.
Bio-Anbau ist der einzige Weg. „Alle sollen Wissen, Bio ist die Lösung“, sagte Michael Wilde von Eosta. Denn 90 Prozent der Lebensmittel werden auf dem Boden erzeugt. 60 Organisationen unterstützen mittlerweile die Kampagne Rettet unsere Böden. Prominente hat Eosta-Geschäftsführer Volkert Engelsman ebenfalls gewonnen. Auf der Anuga unterstützte Sarah Wiener als Bodenpatin die Aktion.
„Hier geht es um unsere Existenz. Der Boden ernährt uns, und wir interessieren uns so wenig dafür. Wir sind Teil der Natur und bleiben in einer kranken Welt nicht gesund. Wir können uns nicht von Pillen ernähren“, gab sich die engagierte Köchin kämpferisch.
Bei einer Guerilla Pflanzaktion im Fahrradhof der Koelnmesse wurde die Erdverbundenheit sichtbar und fühlbar. Dort entfernten Sarah Wiener und Ulrich Köpke Pflastersteine und pflanzten Basilikum. Diese Symbolhandlung war der Lokalpresse tags darauf ebenso viele Zeilen wert wie der zeitgleiche Messebesuch des spanischen Thronfolgerpaares.
AG







