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Anuga Organic weiter entwickelt

Bio-Aussteller müssen Zertifizierung nachweisen

Die 32. Anuga vom 5. bis 9. Oktober 2013 wird auch in diesem Jahr zum weltweit größten und wichtig­-sten Treffpunkt der Nahrungsmittel- und Getränkebranche. 6.700 Anbieter treffen auf  160.000 Nachfrager aus Handel und Gastronomie. Mit ihrem klaren Messekonzept, das durch neue Bausteine und Rahmenbedingungen erweitert und akzentuiert wird, zeigt die Anuga noch deutlicher Profil. Damit bleibt die Anuga auch 2013 die aktuellste und damit entscheidende Plattform der Lebensmittelbranche.

Auf der Anuga Organic, der Plattform für Bio-Produkte, müssen Aussteller den Nachweis der Bio-Zertifizierung für ihre Produkte führen: Diese Maßnahme bietet den Einkäufern noch mehr Sicherheit bei der Produktsichtung und bedeutet einen klaren Schritt im Sinne der Qualitätssicherung.

Auf der Anuga Organic stellen unter anderem aus: Alb-Gold, Bioland, Bio aus Dänemark, Chia (Australien), Consorzio il Biologico, Lauretana, Naturland, Zabler Nudeln, Organic Food Service Network (Dänemark), Kff Kurhessische Fleischfabrik und Seven Oaks Food (Niederlande). Besucher der Anuga Organic erwartet in  Halle 5 auch Gastronomie in Bio-Qualität, gemeinsam organisiert von den Anbau-Verbänden Bioland und Naturland.

Sonderschau VollBio offen auch für Nicht-Aussteller

Seit 2003 organisiert der bioPress Verlag die Anuga-Sonderschau Voll-Bio. Hier wird auch dieses Jahr wieder ein Bio-Vollsortiment für den Supermarkt präsentiert. Die Hersteller zeigen die Vielfalt der Sortimente von Trocken, Frische und Getränken. Rund 2.000 Produkte aus allen Warengruppen sind vertreten. Die Bio-Artikel stehen für alle Vertriebsschienen zur Verfügung.

Hier finden Kaufleute einen Überblick, was ihnen an Bio-Sortimenten zur Verfügung steht. Aussteller nutzen die Chance der Zweitplatzierung mit Hinweis am Regal auf die Standnummer. Nicht-Aussteller sind auch zugelassen. Sie finden hier den Weg in den Aussteller-Katalog und können preiswert an das Orderpotenzial der Anuga andocken.

Neue Sonderschau: OliveOil Market

Nach monatelanger Vorarbeit ist es soweit: Der OliveOil Market, die neue Sonderschau auf der Anuga, ist aus der Taufe gehoben. OliveOil Market ist der neue Anziehungspunkt mit erstklassiger Platzierung im Kölner Messe-Boulevard.

Rund 300 Olivenöl- Anbieter kommen alle zwei Jahre zur Anuga. Sie führen auch Bio-Olivenöle. Diese Olivenöl-Vielfalt ist schwer überschaubar, weil die Stände wie beim Bio-Angebot auf mehrere Hallen verteilt sind. Der OliveOil Market führt die Produktgruppe Olivenöl zusammen.

Die Olivenöl-Gesamtschau schafft an einem Ort den Überblick für Einkäufer und Händler. Aussteller können hier ihre Produkte in einer Zweitplatzierung präsentieren. Standhinweise am Regal bringen qualifizierte Besucher vom OliveOil Market zum Firmenstand in den Hallen. So können Aussteller wirkungsvoll ihre Messepräsenz optimieren.

Wer nicht als Aussteller vertreten ist, kann sein Bio-Olivenöl ebenfalls in der Anuga-Sonderschau platzieren. Für manchen Lieferanten mag sich der Aufwand des eigenen Standes auf der weltgrößten Lebensmittelmesse nicht lohnen, die Präsenz auf dem OliveOil Market aber wohl.  

„Die Kaufleute brauchen ein gutes Sortiment an Bio-Olivenölen. Das wird ihnen auf dem OliveOil Market gezeigt“, gibt sich der neue Anuga-Projektleiter Lorenz Alexander Rau überzeugt.

Das kompetente Trio Kölnmesse/Anuga, Der Feinschmecker und bioPress veranstalten die Sonderschau. Kölnmesse hat die Kompetenz des Organisators und Veranstalters. Der Feinschmecker bringt den Sachverstand für Öl mit und sorgt für Aufmerksamkeit in die Breite. „bioPress kennt den Bio-Markt und engagiert sich für ein vielfältiges Angebot“, so Herausgeber Erich Margrander.

Bei den Erzeugern in den Mittelmeer-Ländern, speziell in Italien, ist eine verstärkte Umstellungsbereitschaft auf ökologische Produktion zu erkennen. „Dazu muss sich der Absatzmarkt bewegen. Diesen Markt wollen wir unterstützen und erweitern“, erklärt Margrander, „die positiven Eigenschaften im Verhältnis der Ogema6- zu Omega3-Fettsäuren vom Olivenöl sind ein wichtiger Teil der meditteranen Esskultur. Sie gilt es zu nutzen.“

Qualitäts-, ernährungs- und gesundheitsbewusste Kunden sind vorhanden. Mediterranes Essen liegt nach wie vor im Trend. „Das Märchen, dass Olivenöl nicht erhitzt werden darf, muss vom Tisch“, so der Olivenölkenner Horst Schäfer-Schuchardt.

Der Handel steht vor der schwierigen Aufgabe, dem Konsumenten ein hochwertiges Bio-Olivenöl extra nativ anzubieten, das seinen Preis wert ist. Olivenöl-Kompetenz ist in Deutschland traditionell nicht vorhanden. Der Handel bekommt in der Sonderschau Informationen über die Qualitäten von extra nativem Bio-Olivenöl und kann sich kundig machen.

Auf dem OliveOil Market werden die Besucher von Experten beraten. Horst Schäfer-Schuchardt kennt die Geschichte des Olivenöls von der Antike bis heute. Er leitet das Panel top25 bioPress Olive Oil und ist Jury Mitglied beim Olivenöl-Test Der Feinschmecker. Anna-Maria Schäfer-Schuchardt ist Sensorik-Expertin für Olivenöl und testet ebenfalls Olivenöle bei bioPress und in anderen Panels. Die Olivenöle können in der Sonderschau verkostet und unmittelbar miteinander verglichen werden. 

Olivenöl muss sensorisch fehlerfrei sein, um das Prädikat extra nativ tragen zu dürfen. Sie werden in die drei Klassen leicht, mittel und stark fruchtig eingeteilt. Manche Öle werden sortenrein angeboten. Auch hier braucht der Handel das entsprechende Wissen, um die unterschiedlichen Eigenschaften der Sorten bei Kundenanfragen erklären zu  können. Der OliveOil Market wird Warenkunde im direkten Gespräch vermitteln.

Elf Anuga-Fach-messen unter einem Dach plus Trendthemen

Die Anuga ist in Fachmessen gegliedert: Anuga Fine Food, Anuga Chilled & Fresh Food, Anuga Meat, Anuga Frozen Food, Anuga Dairy, Anuga Bread & Bakery, Hot Beverages, Anuga Drinks, Anuga FoodService, Anuga RetailTec und Anuga Organic.

Die Messe öffnet an allen fünf  Tagen ihre Tore um 10 Uhr, statt wie bisher um 9 Uhr, und schließt um 19 Uhr  mit Ausnahme des letzten Messetages, an dem die Türen bereits um 18 Uhr schließen. Grund für die um eine Stunde verschobenen Uhrzeiten ist vor allem die entspanntere Anreise für Aussteller und Besucher in den Morgenstunden.

Ab 2013 gehören fair gehandelte Produkte zu den zehn Trendthemen der Anuga: Die Anuga-Trendthemen werden um ein weiteres Themenfeld ausgebaut. Fair gehandelte Produkte, die in den vergangenen zehn Jahren einen starken Nachfrageschub erlebten, können nun mit Hilfe der Anuga-Datenbank innerhalb des gesamten Angebotsspektrums recherchiert und aufgefunden werden.

Die Anuga-Trendthemen, die seit 2005 als übergeordnete Suchbegriffe zur Strukturierung der Anuga-Datenbank eingeführt wurden, bieten eine praktische Hilfestellung für Einkäufer, die sich segmentübergreifend über bestimmte Themenkomplexe informieren möchten. Weitere Trendthemen sind: Gourmet Produkte und regionale Spezialitäten, Halal Food, Bio-Produkte, Vegetarische Produkte, Health & Functional Food, Koschere Produkte, Finger Food, Handelsmarken (private labels) sowie Ingredients.

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