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Hausmannskost beliebt

Deutsche schätzen nicht nur die internationale Küche

Sechs von zehn Verbrauchern in Deutschland essen gerne italienisch, spanisch, thailändisch oder vielleicht auch ayurvedisch. Gerichte aus anderen Ländern und Kulturen sind hierzulande beliebt.

Damit liegt in Deutschland die Beliebtheit der internationalen Küche  im weltweiten Vergleich über dem Durchschnitt von 45 Prozent, nur England und Australien (70 Prozent und 61 Prozent) haben ein höheres Interesse an fremden Gerichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine international durchgeführte Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos, bei der über 19.000 Personen aus 26 Ländern befragt wurden. Dabei hat, unabhängig vom Land, Bildung einen positiven Einfluss auf das Interesse an Gerichten und Nahrungsmitteln anderer Regionen und Kulturen.


Gleichzeitig zeigen Konsumenten in Deutschland ein großes Interesse an traditionellen Gerichten, die an alte Zeiten wie die eigene Kindheit erinnern. Über die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) essen also gern Linsensuppe, Leberkäse oder Falschen Hasen, international bestätigen dies nur 41 Prozent. In Deutschland begeistern sich vor allem Frauen (60 Prozent) für Traditionsgerichte.

Dazu passt, dass fast die Hälfte (49 Prozent) der deutschen Konsumenten an Produkten interessiert ist, die wie hausgemacht sind, also Marmeladen aus kleinen Betrieben in der Region. Vor allem die 50 bis 64jährigen und diejenigen mit einem hohen Einkommen (jeweils 52 Prozent) mögen diese Produkte.

Produkte wie Pizzakits und Keksteig aus der Kühltheke werden in Deutschland vor allem von jüngeren Verbrauchern gekauft, die Hälfte der unter 35jährigen konsumiert diese so genannten Do-it-yourself-Gerichte. Bei den 35-49jährigen sind es noch 38 Prozent, bei den 50 bis 64jährigen ist es nur noch jeder Dritte. Auch Singles greifen eher zu diesen Produkten (45 Prozent). Insgesamt geben vier von zehn Verbrauchern in Deutschland an, sich für Do-it-yourself-Gerichte zu interessieren. Damit liegt Deutschland über dem weltweiten Durchschnitt (36 Prozent). 

Nur jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) hat Interesse an Produkten, die den Sprung vom Restaurant in die Supermarktregale geschafft haben und sogar nur jeder Zehnte (zwölf Prozent) kauft Gerichte oder Produkte, die im Namen bekannter Küchenchefs vertrieben werden. Junge Verbraucher unter 35 Jahren haben an beiden Produkten überdurchschnittliches Interesse (25 bzw. 16 Prozent). Im weltweiten Vergleich interessiert sich ein Viertel (23 Prozent) für Restaurantmarken und 17 Prozent für Produkte von Promi-Köchen.

„Geschmäcker unterscheiden sich in vielfältiger Weise und an keiner Stelle ist dies besser sichtbar als in den Küchen und Esszimmern. Gleichzeitig erfährt die traditionelle und stark fragmentierte Lebensmittel- und Getränkeindustrie stets neue Impulse. Die Erkennung der demographisch bedingten unterschiedlichen Konsumentenbedürfnisse erlauben eine konsumentengerechtere Produktentwicklung und Markenpositionierung. Die vielfältige Nachfrage hat direkte Implikationen für die Entwicklung neuer Ideen und Produkte für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie“ sagt Nikolai Reynolds, Head of Ipsos InnoQuest Deutschland.

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