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Welternährungstag: Reis aus Fairem Handel als Zukunftschance

Neuer gepa Bio-Basmati-Reis: ein Beitrag zur Existenzsicherung von Kleinbauern in Asien

(Wuppertal) Fairer Handel ist ein Baustein zur Halbierung der Armut, wie sie die UN anlässlich des Welternährungstages fordert. Reis spielt dabei eine wichtige Rolle, denn er ist nicht nur Hauptnahrungsmittel für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, sondern auch eine der ältesten Kulturpflanzen und damit seit Jahrtausenden Lebensunterhalt von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Süden. Jetzt hat das gepa Fair Handelshaus ihren Basmati-Reis in Bioqualität auf den Markt gebracht. "Mit fair gehandeltem Bioreis, der nicht gentechnisch verändert wurde und das Zeichen ,ohne Gentechnik' hat, tragen wir zur Existenzsicherung dieser Bauern bei", so gepa-Geschäftsführer Thomas Speck. "Denn sie stehen mehr und mehr unter Konkurrenzdruck von multinationalen Konzernen, die Reispflanzen patentieren oder gentechnisch verändern, also ein Marktmonopol schaffen möchten." Außerdem seien die Auswirkungen des Verzehrs von gentechnisch veränderten Pflanzen noch nicht ausreichend erfasst.
Erst kürzlich entdeckte die Umweltschutzorganisaton Greenpeace gentechnisch veränderten Reis aus den USA in deutschen Discountern.

Bio-Basmatireis von der Organisation Navdanya

Die gepa bezieht ihren Bio-Basmatireis von der indischen Nichtregierungsorganisation Navdanya. Die Organisation vermarktet Reisüberschüsse für den Export; der überwiegende Teil ist für den Eigenverzehr gedacht. Die Gründerin von Navdanya und Trägerin des alternativen Nobelpreises, Dr. Vandana Shiva, kämpft dabei seit langem für Gentechnikfreiheit in der Reisproduktion. gepa-Reis trägt seit 2000 das Zeichen "ohne Gentechnik". Das bedeutet: Nicht nur der Reis ist gentechnikfrei, auch bei der Düngung der Reispflanzen wird kein gentechnisch veränderter Kompost verwendet. Durch den Fairen Handel von Navdanya mit der gepa können die Reisbauern ihre traditionelle Saatenvielfalt bewahren, doch nicht nur das: "Seitdem ich meine Ernte über Navdanya an den Fairen Handel absetze, bekomme ich zehn Prozent mehr als früher", so der 58-jährige Bauer Bhardwaj, "Außerdem habe ich bei Navdanya gelernt, wie ich Kompost anlegen und natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel herstellen kann." Seitdem der Bauer seinen Reis biologisch anbaut, fallen nicht nur die Kosten für chemische Düngemittel und Schädlingsgifte, sondern auch die Arztausgaben weg. Früher verursachten die chemischen Mittel häufig Hautkrankheiten und Atembeschwerden.

Navdanya ist ein Beispiel, wie Verbraucherinnen und Verbraucher durch fairen Reisgenuss dazu beitragen können, die Existenz von Reisbauern in Asien zu schützen. Die 500g-Packung Bio Basmati-Reis ist für 2,99 Euro im gepa-Onlineshop unter www.gepa.de, in den bundesweit rund 800 Weltläden und demnächst auch im Lebensmittelhandel, Bio- und Naturkosthandel erhältlich.

Die gepa handelt als größte europäische Fair Handelsorganisation seit über 30 Jahren mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien zu fairen Preisen und langfristigen Handelsbeziehungen. Gesellschafter sind Misereor, der Evangelische Entwicklungsdienst (eed), die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger".

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