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Ernährungswende

Ernährungswende jetzt

Es gibt kein weiter so

Bad Brückenau, 17.01.13 Die AoeL begrüßt die Initiative des BÖLW zur Ernährungswende! Die Herausforderungen für die Ernährungssicherung von in Zukunft neun Milliarden Menschen werden größer, je später wir sie angehen.

Es ist eine Katastrophe, dass heute eine Milliarde Menschen an Hunger leiden und eine weitere Milliarde Menschen an den Folgen der Überernährung. Die meisten etablierten Systeme der Lebensmittelwirtschaft sind nicht nachhaltig und treiben Raubbau an den Ressourcen Boden, Biodiversität und Energie. Deshalb fordert der BÖLW zusammen mit seinen Mitgliedsverbänden eine Ernährungswende - jetzt!

„Wir alle, die wir an der Wertschöpfungskette beteiligt sind, sind gefordert, unseren Beitrag dazu zu leisten“, so Dr. Alexander Beck, Geschäftsführender Vorstand der AoeL, „denn auf Kosten der Allgemeinheit im sozialen wie im ökologischen Bereich wirtschaftlich zu agieren, führt uns weiter in die Sackgasse“. Viele Unternehmen sind bereits auf einem guten und zukunftsweisenden Weg, die Anstrengungen müssen jedoch erheblich gesteigert werden. Es müssen ökologische und soziale Maßstäbe in unternehmerisches Handeln integriert werden, um langfristig das Gemeinwohl der Gesellschaft zu stärken. Die gesellschaftliche Leistung muss zukünftig durch einen Nationalen Wohlfahrtsindex gemessen werden und nicht durch das BIP.

Weiter ist es eine dringende Notwendigkeit in unserer Gesellschaft, den Prozess des dramatisch erodierenden Ernährungswissens zu stoppen. Durch Bildungsmaßnahmen und Aufklärung muss dafür gesorgt werden, dass jeder Bürger die nötigen lebensmittel- und ernährungskundlichen sowie küchentechnischen Kompetenzen erhält, um urteilsfähig zu sein.

Die ökologische Lebensmittelwirtschaft zeigt täglich, dass der Wandel möglich ist. Sie gibt die Richtung für die Ernährungswende vor.

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