Boden
Europäischer Einzelhandel steigt bei “Save Our Soils” ein
Welt-Boden-Tag: Wachsende Besorgnis aufgrund rasanter Ackerbodenvernichtung
Nach CO2-Bilanzen und Fairtrade Konzepten könnte die Rettung und Wiederherstellung von fruchtbaren Bodenflächen der neue Nachhaltigkeitstrend an den Lebensmittel-Warenregalen sein. Pünktlich zum Welt-Boden-Tag am 5. Dezember startet Nature & More eine Infokampagne zum Thema Bodenabbau und stellt sich dadurch in eine Reihe mit dem WWF, der Welternährungsorganisation FAO und der Landbau-Organisation der Vereinten Nationen. Die Aktion“Save Our Soils (Rettet unsere Böden)“ (www.saveoursoils.com) lädt mit der Aktion alle Verbraucher dazu ein, sich am nachhaltigen Lebensmittelanbau in öffentlichen Parks und Brachflächen (dem so genannten „Urban Farming“) zu beteiligen und Bioprodukte zu kaufen. Durch eine Kooperation mit verschiedenen europäischen Handelspartnern (wie z.B. Alnatura oder Lebensbaum) kann Nature & More gewährleisten, dass diese Botschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird.
„Wenn wir den Boden als die Grundlage unserer Lebensmittelproduktion und unseres Ökosystems nicht schützen, werden wir in der Zukunft vor gewaltigen Problemen stehen,“ betont Alexander Müller, Stellvertretender Direktor der FAO. Die Vereinten Nationen und die Europäische Kommission zeigen auf: Eine Fläche fruchtbarer Böden in der Größe von 30 Fußballfeldern wird in jeder Minute zerstört, meist durch unverantwortliche landwirtschaftliche Technik. Wissenschaftler haben errechnet, dass rund ein Viertel der nutzbaren Flächen der Erde auf diese Weise bereits der Vernichtung preisgegeben sind.
Die Kampagne „Save Our Soils“ läuft von Dezember 2012 bis Dezember 2017, dem Internationalen Jahr des Bodens. Die Macher der Aktion wollen den Biolandbau als die „Soilution“ aufzeigen und die Verbraucher dazu anregen, zum Schutz des Lebens auf der Erde biologisch einzukaufen oder selbst aktiv „Urban Farming“ zu betreiben. Marc Swilling, Professor für Nachhaltige Entwicklung an der Universität Stellenbosch (NL) unterstützt die Grundaussage, dass der Bioanbau eine Schlüsselrolle bei der Bodenrettung spielt:“ Auf unserem Planeten gibt es bis jetzt 720 Millionen Hektar ausgelaugter Böden, die noch durch nachhaltige und ökologische Anbautechnologien vollständig wiederhergestellt werden könnten.“
Volkert Engelsman, Gründer von Nature & More und Initiator der Save Our Soils-Kampagne stellt die Rolle des Verbrauchers höher als die von Institutionen : „Wir als Verbraucher gestalten mit unseren Entscheidungen die Zukunft der Erde. Mit jedem Euro, den wir für ein Lebensmittel ausgeben, stimmen wir ab für die Art von Welt, in der wir künftig leben wollen. Die direkte Verbindung zwischen gesunder
Ernährung und gesunden Böden ist für die meisten Verbraucher erstaunlich offensichtlich. Lebendige Böden sind nicht nur die Grundlage unserer Lebensmittelketten, sondern unserer Zivilisation schlechthin. Der Zustand der Böden steht in direkter Verbindung mit allen anderen Nachhaltigkeitsaspekten wie der Klimaveränderung, Pflanzenkrankheiten und Unkrautresistenz in der Landwirtschaft oder der sinkenden Wertigkeit unserer Lebensmittel. Viele unserer Handelspartner haben das bereits erkannt und sind daher bereit, dieses wichtige Thema an ihre Verbraucher zu kommunizieren.“
Nature & More (www.natureandmore.com) ist ein internationales Transparenzsystem („Trace & Tell“) für Biolebensmittel. Es verwendet die „Nachhaltigkeitsblume“ als integrierendes Symbol für die Verdeutlichung der sozialen und ökologischen Leistungen angeschlossener Biobauern. Das System der Nachhaltigkeitsblume wurde 2009 von einer internationalen Gruppe von Bio-Pionieren und Führungskräften in der Wirtschaft entwickelt.







