Fairtrade
Bio und fair inklusive
Nur noch fair gehandelte Bio-Bananen im Sortiment
Als erstes großes Handelsunternehmen in Deutschland verkauft famila Rhein-Neckar ab sofort ausschließlich fair gehandelte Bio-Bananen. Das Obst stammt von Kleinbauern in Ecuador und gelangt mit Unterstützung der Fairhandels-Organisation BanaFair nach Deutschland. Zwei Bananen-Bauern aus Ecuador haben im Rahmen der Fairen Woche 2006 fair gehandelte Bio-Bananen im famila Center Pforzheim-West verschenkt.
Pforzheim, 28.9.06. Das Handelsunternehmen famila Rhein-Neckar, das mit zwölf Einkaufszentren in Baden und in der Pfalz vertreten ist, hat sein Sortiment an Bio-Lebensmitteln ausgebaut. Als erster großer Lebensmittel-Einzelhändler in Deutschland verkauft famila Rhein-Neckar künftig ausschließlich fair gehandelte Bio-Bananen. Das Obst stammt von Kleinbauern in Ecuador und gelangt mit Unterstützung der Fairhandels-Organisation BanaFair e.V. nach Deutschland. Die BanaFair-Bananen garantieren zum Beispiel den Bauern einen festgesetzten Mindestpreis für ihre Produkte, die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards und den Schutz von Natur und Umwelt.
25.000 bis 30.000 Kisten Bananen pro Jahr, das sind über eine halbe Million Kilogramm, werde den Kunden in den famila-Supermärkten offeriert, die über eine Verkaufsfläche von 2.100 bis 7.900 Quadratmetern verfügen. Für Wolfgang Simons, Spartenchef von famila Rhein-Neckar für Obst, Gemüse und Bioprodukte, rundet das Angebot an BanaFair-Bananen die konsequente Qualtitäts- und Frischestrategie des Unternehmens weiter ab: "Schon heute setzen wir bei Obst und Gemüse und bei Fleisch auf kurze Wege. Einen Großteil der Frischware beziehen wir von Bauern und Metzgern aus der Region." Dass durch die Nähe auch eine viel größere Transparenz über die Art und Weise der Erzeugung gegeben sei als bei industriellen Massenprodukten, verstehe sich von selbst. Entsprechend bevorzuge famila auch dort bäuerlichen Betriebe als Lieferanten, wo wie bei Bananen ein
regionaler Einkauf nicht möglich ist.
Martin Behringer, Geschäftsführer von famila, sieht die Zusammenarbeit mit Banafair und der Bauern-Kooperative UROCAL aus Ecuador darüber hinaus auch als ein Beispiel für das soziale Engagement von famila. "Wir setzen uns seit langen unter anderem für die Nachwuchsförderung in Sportvereinen ein, besonders im Handball. Durch den Verkauf von BanaFair-Bananen können nun gut 300 Bauern mehr aus Ecuador und ihre Familien dauerhaft unter menschenwürdigen Bedingungen leben und arbeiten. Auch das gehört zu unserer sozialen Verantwortung."
Auch Rudi Pfeifer, Geschäftsführer der entwicklungspolitischen Fairhandels-Organisation BanaFair e.V., bewertet den zusätzlichen Umsatz für die Bauern aus Ecuador positiv: "Wir freuen uns natürlich riesig über das Geschäft für UROCAL. Bananen-Bauern erhalten im Normalfall etwa 7 Prozent der Einzelhandelspreise in Deutschland. Den Rest stecken die Frucht- und Handelskonzerne ein. Die Bauern von UROCAL, die am Fairen Handel teilnehmen, bekommen dagegen einen festen Lieferpreis in Höhe von 10 USD je 18 kg-Karton. Das eröffne ihnen reelle Perspektiven für die Zukunft."
Die Zusammenarbeit mit famila berge eine enorme Chance, noch mehr Menschen von Bananen aus fairem Handel zu überzeugen. Fairhandels-Organisationen wie BanaFair müssten jetzt aber die eigene Positionierung weiterentwickeln, so Pfeifer.
Deutsche Konsumenten greifen gerade bei Obst aus ökologischem Anbau gerne zu Bananen. Die Nachfrage hat sich im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP).







