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Weltmilchtag

Weltmilchtag – „Milch ist nicht gleich Milch“

Milch ist ein wichtiges Lebensmittel in Deutschland, aber es kommt auf die Qualität an. Die Milchqualität entsteht zunächst in der Kuh, ihrer Haltung, ihrem Futter und erst dann durch Faktoren der Milchgewinnung und –verarbeitung.

Kühe mit Hörnern, Weidegang im Sommer und reichlich Grünfutter im Stall – das sind die Voraussetzungen für beste Milchqualität mit hohen Anteilen an wichtigen Omega-Fettsäuren. Das erklärt der Arbeitskreis für Ernährungsforschung in Bad Vilbel (AKE) anlässlich des Weltmilchtages. Dr. Petra Kühne verweist dafür auf die biodynamischen Landwirte und ihre Arbeit nach den Demeter-Richtlinien. „Sie streben eine wesensgemäße Tierhaltung an, so dass sich Kühe in ihrem Umfeld harmonisch entwickeln können. Diese Ausgewogenheit überträgt sich auch auf die Qualität von Milch und Milchprodukten.“

Sie sieht sich bestätigt durch ein Forschungsprojekt der Universität Witzenhausen, bei dem  Professor Dr. Ton Baars wichtige Erkenntnisse gewinnen konnte: Kühe, die keine Silage und wenig Kraftfutter, sondern Grünfutter und Heu bekommen, bilden Milch mit hohen Anteilen an gesundheitsförderlichen Fettsäuren.

In der biodynamischen Tierhaltung werden die Hörner der Kühe als wichtiges Sinnesorgan verstanden, sie  beeinflussen Verdauung und Stoffwechsel des Tieres und somit die Milchqualität. Die Demeter-Richtlinien schließen daher die ansonsten weit verbreitete Enthornung der Rinder aus.

Da jeder Verarbeitungsschritt der gewonnenen Rohmilch die natürliche Qualität der Milch mindert, kommt es auf schonende Herstellung an. Die Fett-Homogenisierung verändert z.B. die Strukturen der Milch und steht im Verdacht, Allergien zu fördern. Demeter erlaubt daher in seinen Richtlinien nur die Pasteurisierung als Wärmebehandlung und keine Homogenisierung.

Um die Zusammenhänge zwischen Haltung und Fütterung von Kühen mit der Milchqualität weiter zu erforschen, unterstützt der AKE eine Studie zum Thema: „Untersuchungen zu Qualität und Verträglichkeit ökologischer Milch“. Über die Ergebnisse dieser Arbeit wird dann im Ernährungsrundbrief des Arbeitskreises berichtet. www.ak-ernaehrung.de


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