Start / Ausgaben / BioPress 68 - August 2011 / Lammsbräu informiert über Verbesserungen

Lammsbräu informiert über Verbesserungen

Das „BioKristall still“ der Neumarkter Lammsbräu erreichte bei der Mineralwasser-Prüfung der Zeitschrift Ökotest mit den Einzel-Noten befriedigend und ausreichend nicht die Werte, die den eigenen Ansprüchen des Bio-Unternehmens gerecht werden. Lammsbräu informierte den Handel in einem Schreiben über die Gründe, die zur Abwertung von BioKristall geführt haben.

Der Test hat 0,2 Milligramm/Liter Fluorid nachgewiesen, obwohl es laut Deklaration auf dem Flaschenetikett nicht enthalten sein dürfte. Hier ist offenbar eine Flasche aus einer älteren Produktion gekauft worden, denn seit Oktober 2010 führen die Flaschen ausnahmslos Etiketten, die auf den korrekten Fluoridgehalt des Wassers hinweisen. Fluorid ist ein wertvolles Spurenelement und in geringen Konzentrationen in Mineralwasser sehr erwünscht. Ökotest hat nicht das Vorhandensein des Fluorids, sondern den Fehler auf dem Etikett kritisiert.

Weiterhin wurden chlorierte Kunststoffe in den Dichtungen der Schraubverschlüsse bemängelt. Das Problem ist bei Lammsbräu bekannt. Seit März 2011 setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben nur Schraubdeckel mit PVC-freien Dichtungen ein.

Es wurde außerdem eine erhöhte Keimzahl beanstandet. Der Getränkehersteller lässt jede Charge, die in den Handel kommt, vorher auf Keime untersuchen. Trotzdem lässt es sich nicht ganz ausschließen, dass sich bei Wasserflaschen, die über längere Zeit stehen, Keime vermehren. Solche Wasserkeime finden sich überall, sind für den Verbraucher auch völlig harmlos und werden von der Lebensmittelüberwachung nicht beanstandet. Lammsbräu prüft derzeit, ob es Möglichkeiten gibt, nahezu keimfrei zu arbeiten.

 


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