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UN-Bericht zu Land Grabbing

Bundesregierung muss Kleinbauern unterstützen

Der Bericht des UN-Sonderberichterstatters für das Menschenrecht auf Nahrung, Olivier de Schutter, bestätigt die schlimmsten Vermutungen, erklären Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Agrogentechnik, und Thilo Hoppe, Sprecher für Welternährung.  Während fast eine Milliarde Menschen weltweit hungern, sind 500 Millionen Kleinbauern vom Verlust ihres Ackerlandes durch Aktivitäten staatlicher und privater Investoren betroffen. 

Nach dem Bericht gingen allein im vergangenen Jahr 30 Millionen Hektar Ackerland durch Bodenspekulation, schlechte Umweltbedingungen oder Bebauung verloren. Besonders die Spekulation hat katastrophale Konsequenzen, weil sie die begrenzten fruchtbaren Flächen der Nahrungsmittelproduktion für die einheimische Bevölkerung entzieht. Stattdessen werden „Cash Crops“ wie Futtermittel für die Fleischproduktion in den Industrieländern oder Biokraftstoffe angebaut, oft verbunden mit schweren ökologischen Schäden oder dem Einsatz von Gentechnik.

 Kleinbauern, die diese Flächen bewirtschaftet haben, werden häufig ohne jede Entschädigung vertrieben, weil sie sich nicht auf formal dokumentierte Besitzansprüche berufen können. In den vergangenen zwei Jahren sind durch dieses „Land Grabbing“ 46 Millionen. Hektar Land aufgekauft worden, das entspricht der Fläche von Deutschland und Österreich.

Gerade die Kleinbauern sind das Rückgrat der Ernährungssicherung, wie inzwischen auch Entwicklungsminister Dirk Niebel und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner öffentlich betonen. Die Bundesregierung muss jetzt aktiv die Entwicklung und Umsetzung internationaler Leitlinien für Investitionen im Agrarbereich voran treiben und den Reformprozess des wichtigen Welternährungsausschusses (CFS) unterstützen.

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