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PETA greift Wiesenhof an

Lohndumping auf Kosten der Tiere

In deutschen Schlachthöfen schuften billige osteuropäische Arbeitskräfte teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen. Die Auftraggeber haben die Markt-Macht, Preise zu diktieren und auf Lohndumping zu orientieren.

Anlässlich der Razzia wegen Schwarzarbeit bei der Wiesenhof-Filiale in Lohne am vergangenen Dienstag erinnert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland daran, dass die Strafanzeigen gegen Wiesenhof, größter Geflügelverarbeiter Deutschlands, neben Verstößen gegen das Tierschutzgesetz auch den Sozialbetrug umfassen.

„Lug und Trug bestimmt das Geschäftsmodell der deutschen Fleischwirtschaft“, fasst der wissenschaftliche Berater von PETA Deutschland, Edmund Haferbeck, die Zustände in der herkömmlichen Fleischbranche zusammen. Das QS-System sei  die größte Verbrauchertäuschung, die Deutschland je erlebt habe.
In einer Undercover-Reportage dokumentierte die Tierrechtsorganisation Anfang 2010 die Tierquälerei hinter den Kulissen. Die Ermittlungen gegen Wiesenhof wegen des Verdachts des Sozialbetruges sind inzwischen „an das zuständige Hauptzollamt Schwarzarbeit“ weitergegeben worden, wie die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigt hat.

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