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basic auf Sanierungskurs

Vier Märkte schlossen am 18. Oktober für immer

Nach einem schwierigen Jahr blickt die basic AG, zweitgrößter Betreiber von Bio-Supermärkten, wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Nach den Mitte 2008 eingeleiteten Sanierung will das Unternehmen mit neuer Strategie seine Position im Wachstumsmarkt Bio ausbauen und kurzfristig wieder schwarze Zahlen schreiben. „Back to basic(s)“ lautet die Marschrichtung und fordert eine Rückbesinnung auf die Stärken von basic.

„Ausgangspunkt für das zukünftige organische Wachstum ist die Rückbesinnung auf die basic-Grundwerte: Nachhaltiges Wirtschaften, regionale Verwurzelung, höchste Qualität, knackige Frische und ein angenehmes Ambiente mit exzellentem Service. Wir stellen die Wünsche und Vorstellungen unserer Kunden wieder stärker in den Vordergrund“, so Vorstand  Joachim Kreuzburg bei der Vorstellung der neuen Strategie.

Zur Neuausrichtung gehört auch die Optimierung der Filialstruktur: Am 18. Oktober 2008 wurden die Standorte Köln (Severinstraße), Hagen, Münster und Karlsruhe geschlossen. Die Unternehmensführung hat mit dem Gesamtbetriebsrat einen Sozialplan verabschiedet. Vorrangiges Ziel ist es, möglichst allen Kollegen einen Arbeitsplatz in anderen basic-Filialen anzubieten. Von den betroffenen 59 Mitarbeitern wurden bereits mehr 20 direkt versetzt. Mehr als 40 Stellen entstehen darüber hinaus bis Jahresende im Zuge von Neueröffnungen.

Im Zuge der Sanierung wurde die Mitarbeiterzahl von 700 im Jahresmittel 2007 auf derzeit 600 reduziert. Die Kostensenkungen betragen rund 5,5  Millionen Euro. 2008 soll es gelingen, den Verlust im Vergleich zu 2007 zu halbieren, um 2009 wieder „eine schwarze Null zu schreiben“. Der Umsatz wird 2008 rund 94 Millionen  Euro betragen.

Neueröffnungen gibt es Mitte Dezember 2008 in der Amalienburgstraße und Mitte Februar 2009 in der Nymphenburgerstraße in München. In 2009 sind mindestens drei weitere Filialen in Deutschland eingeplant. Zudem soll die Endverbraucher-Kommunikation verbessert werden: Neben der deutlichen Darstellung des Preiseinstieges werden die Themen Nachhaltigkeit, Regionalität, Qualität, Frische und Service verstärkt angesprochen.

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