Projekte
Climate Fair Farms startet mit Kick-off-Workshop
EIP-AGRI-Projekt bringt Landwirtschaft und Wissenschaft zusammen
© Akademie Schloss Kirchberg
Wie lassen sich Klimaschutzleistungen landwirtschaftlicher Betriebe verlässlich erfassen und vergüten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt ‚Climate Fair Farms‘, das am 5. und 6. Oktober 2026 an der Akademie Schloss Kirchberg mit einem Auftaktworkshop gestartet ist. Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Beratung diskutierten dort Ansätze, um landwirtschaftliche Klima- und Ökosystemleistungen zu bewerten und zu honorieren.
Auf die Begrüßung von Rudolf Bühler, Projektleiter und Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH), und die Vorstellung der Projektziele durch Thomas Wehinger, Projektkoordinator an der Akademie Schloss Kirchberg, folgte ein umfassendes Fachprogramm.
Im Fokus standen acht Maßnahmenbereiche: Humusaufbau und Kohlenstoffspeicherung, Agroforst, Streuobst, Zwischenfruchtanbau, klimafreundliche Tierhaltung, Sojaanbau, emissionsminderndes Güllemanagement und Agri-Photovoltaik. Impulse hierzu lieferten Beiträge der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg, der Hochschule Nürtingen-Geislingen, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Universität Hohenheim.
Ein weiterer Schwerpunkt war die zuverlässige Bewertung der Klimawirkungen anhand der ISO-14064-Normenreihe und dem Green House Gas Protocol. Das Schweizer Unternehmen Carbon Standards International stellte einen Ansatz zur betrieblichen Klimabilanzierung und Honorierung von Klima- und Ökosystemleistungen vor. Im nächsten Schritt sollen auf 40 landwirtschaftlichen Pilotbetrieben ausgewählte Maßnahmen umgesetzt und ihre Wirkungen systematisch erfasst werden.
Das Projekt ‚Climate Fair Farms – Klimaresiliente Leistungen in der Landwirtschaft fördern und in Wert setzen‘ ist eine EIP-AGRI-Initiative der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) und wird mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie des Landes Baden-Württemberg finanziert.







