Personalien
IFOAM Organics Europe bekommt neue Präsidentin
Nachfolgerin von Jan Plagge wird Dóra Drexler
© IFOAM Organics Europe
Die Mitglieder des Bio-Dachverbands IFOAM Organics Europe haben auf ihrer gestrigen Generalversammlung einen neuen Vorstand für die Amtszeit bis 2029 gewählt. Jan Plagge, langjähriger Präsident seit 2018, konnte laut Satzung kein viertes Mal kandidieren und schied aus seinem Amt aus. Seine Nachfolgerin wird die bisherige Vizepräsidentin Dóra Drexler, Geschäftsführerin des ungarischen Forschungsinstituts für ökologischen Landbau ÖMKI.
Als Vizepräsidentin wurde Marian Blom von Bionext aus den Niederlanden erneut in ihrem Amt bestätigt. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurde außerdem Jérôme Cinel von Interbio Nouvelle-Aquitaine aus Frankreich.
„Es ist mir eine Ehre, das Amt der Präsidentin von IFOAM Organics Europe zu übernehmen und die europäische Bio-Bewegung in diesem für die Agrar- und Ernährungssysteme so wichtigen Moment zu vertreten“, sagte die neu gewählte Präsidentin Dóra Drexler. „Der biologische Landbau ist Teil der Lösung für viele der Herausforderungen, vor denen Europa heute steht. Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen werde ich mich dafür einsetzen, dass der Ökolandbau als strategischer Vorteil für Europa anerkannt und gefördert wird.“
GAP-Stellungnahme: Faire Förderung sicherstellen
Während der Generalversammlung überreichte der Verband dem EU-Landwirtschaftskommissar Christophe Hansen eine Stellungnahme zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Darin fordert IFOAM Organics Europe ein klares und langfristiges Bekenntnis zum Ökolandbau, inklusive der Unterstützung von Umstellung und Beibehaltung, sodass für Landwirte Planbarkeit sichergestellt wird. Jeder Mitgliedstaat brauche eine umfassende, finanziell abgesicherte Strategie zur Stärkung der ökologischen Wertschöpfungsketten, der Vernetzung der Erzeuger, der Verarbeitung und Absatzförderung. Im Rahmen der GAP solle der Ökolandbau als gesetzlich geregeltes und unabhängig kontrolliertes Anbausystem mit Vorteilen für die Allgemeinheit anerkannt werden. Bio-Landwirte sollten entsprechend fair behandelt und nicht im Vergleich zu Ansätzen mit weniger klar definierten Umweltverpflichtungen benachteiligt werden.
„Der biologische Landbau liefert genau die Ergebnisse, die die künftige GAP fördern sollte: widerstandsfähige landwirtschaftliche Betriebe, geringere Abhängigkeit von externen Betriebsmitteln, lebendige ländliche Räume und ökologische Vorteile für die Gesellschaft“, betont Eduardo Cuoco, Geschäftsführer von IFOAM Organics Europe. Die Förderpolitik solle dieser Realität Rechnung tragen.







