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Gentechnik

Mit Online-Tool EU-Parlamentarier anschreiben

Gegen Deregulierung Neuer Gentechnik: Rapunzel erleichtert Kontakt zu EU-Abgeordneten

Legau, 25. April 2025 – Nach der Übergabe von mehr als 60.000 Unterschriften an das Büro des bayerischen EU-Abgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der EVP, Manfred Weber, geht der Kampf gegen eine Deregulierung Neuer Gentechnik weiter. Der Unterallgäuer Bio-Pionier Rapunzel Naturkost bietet auf seiner Website jetzt die Möglichkeit, mit EU-Parlamentariern in Kontakt zu treten.

Seit September 2024 hat Rapunzel auf die drohende Deregulierung der Neuen Gentechnik aufmerksam gemacht und Unterschriften gesammelt. Sinn und Zweck war und ist es, unter anderem die Kennzeichnungspflicht gentechnisch veränderter Lebensmittel und damit die Wahlfreiheit beizubehalten. Unter dem Motto „Kein Freiflug für Gentechnik“ haben sich inzwischen weit mehr als 60.000 Bürgerinnen und Bürger dafür ausgesprochen, die aktuellen Regularien in der Gentechnik beizubehalten.
Direkter Draht zu EU-Parlamentariern

Die Unterschriften wurden Anfang April dem Büro des EVP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber in Straubing übergeben. Weber selbst war nicht vor Ort, auch eine Stellungnahme blieb aus. Aber der Naturkosthersteller aus dem Unterallgäuer Legau gibt nicht auf: Über die Website www.rapunzel.de/gentechnik können alle Bürgerinnen und Bürger per E-Mail ihre Vertreter im Europaparlament bitten, gegen eine Deregulierung im Bereich der Neuen Gentechnik zu stimmen.

Das Online-Tool bietet die Auswahl, Parteien oder einzelne Abgeordnete anzuschreiben. Ein vorformulierter Text beinhaltet die Bitte an die Abgeordneten, gegen ein Aufweichen der strengen Schutzvorschriften und für Kennzeichnungspflicht und Risikoprüfung zu stimmen. User des Tools müssen lediglich ihren Namen, ihre E-Mail-Adresse und ihre Postleitzahl eingeben.

Ratsentscheidung für Deregulierung

Im Europarat hat eine Mehrheit einer weitgehenden Deregulierung der Gentechnik in Europa bereits zugestimmt. Das kann eine unkontrollierte Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen zur Folge haben und ist eine Gefahr für die gentechnikfreie Landwirtschaft auch hier im Allgäu. Als letzte Chance kann jetzt nur noch das EU-Parlament Kennzeichnungspflicht, Rückverfolgbarkeit und Haftungsregeln in das Gesetz einbringen.

Rapunzel Naturkost hat die Initiative „Kein Freiflug für Gentechnik“ mit über 30 Partnern wie Demeter, Bioland, AbL, AÖL, Naturland oder BUND-Naturschutz ins Leben gerufen. Weit über 60.000 BürgerInnen haben bereits auf Postkarten und online unterschrieben und fordern damit eine klare Kennzeichnung und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette.

Auf www.rapunzel.de/gentechnik gibt es neben dem neuen E-Mail-Tool auch Informationen zur geplanten Gesetzesänderung und zur Aktion von Rapunzel.

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