Start / Ausgaben / BioPress 50 - Februar 2007 / D’Angelo erweitert Kapazität

D’Angelo erweitert Kapazität

Auch Überarbeitung der Verpackungen und VKF-Maßnahmen stehen auf dem Plan

Seit 2002 hat D’Angelo Pasta seinen Umsatz fast verdoppelt und exportiert in zehn Länder. Seit dem frühen Tod von Giovanni D’Angelo Anfang 2006 wird das Unternehmen von Carmelo D’Angelo, dem jüngeren Bruder des Gründers, weiter geführt. Der Nachfolger, der die Firma ohnehin seit ihrer Geburtsstunde begleitet hat, übernahm das Steuer des Saarwellinger Unternehmens nahtlos. Er beobachtet aufmerksam die Entwicklungen am Markt. Ganz im Sinne seines Bruders arbeitet Carmelo weiter an der Erschließung neuer Kunden und erweitert demnächst die Produktionskapazitäten.


Auch die Überarbeitung der Verpackungslinie steht auf seinem Plan sowie Initiativen, um die Kunden verstärkt mit VKF-Maßnahmen am POS zu unterstützen. Und nicht zu vergessen: auch das Sortiment wird weiter entwickelt. Man darf auf neue Sorten gespannt sein, die die Pasta-Palette erweitern werden. Das Unternehmen mit Sitz im Saarland begann 1983 als Zwei-Personen-Betrieb, den der Gründer, Giovanni D’Angelo, mit seiner Mutter Luigia zusammen aufbaute. Typische Pasta aus verschiedenen Regionen Italiens so schonend wie möglich herzustellen, das war der Leitgedanke in der Arbeitsweise des Familienbetriebes. Doch dabei blieb man nicht stehen. Bald wurde auf biologische Herstellung umgestellt.

Frische und semifrische Teigwaren verlassen die moderne Produktionsstätte. In der Weiterentwicklung entstand eine Symbiose aus Genuss, längerer Haltbarkeit und perfekter Oberflächenstruktur, die die unterschiedliche Saucenhaftung berücksichtigt. Gefüllte und ungefüllte Pasta-Spezialitäten sind im Sortiment, die allesamt vegetarisch sind, einige davon sogar vegan. Die Produktpalette umfasst vier gefüllte Formen (Cappelletti, Fagottini, Tortelli und Tortellini) sowie eine ungefüllte (Strozzapreti).

Um den vollen Geschmacks zu gewährleisten wurde ein eigenes Kaltwalzverfahren entwickelt. Es verbindet moderne Pastafabrikation mit einer schonenden Herstellungsmethode. Dazu gehört auch die Rücksichtnahme auf Trocknungszeiten, die traditionelle Pasta einfach braucht, um alle Eigenschaften eines hausgemachten Teiges voll zu entwickeln. „An genau diesen Dingen, wird deutlich, ob Begriffe wie ´Tradition´ oder ´biologisch´ wirklich verstanden und verinnerlicht sind. Die Spitzenposition, die wir uns auf dem Biopasta-Markt gesichert haben, wäre ohne eine solche Grundeinstellung, die aus dem Herzen kommt, nicht möglich gewesen", erklärt Carmelo D’Angelo.

Die Prognose Giovanni D’Angelo’s hat sich mehr als bewahrheitet. Vor Jahren schon hatte der Gründer auf eine steigende Nachfrage im Sektor der frischen Bio-Produkte gesetzt. Neben dem Prädikat „frisch" hat er noch eine weitere, erfolgreiche Produktlinie unter der Bezeichnung „semifrisch" konzipiert. D’Angelo erreicht hier ungekühlt und vakuumverpackt eine Haltbarkeit von 9-12 Monaten. Dabei sind semifrische Teigwaren den Trockenprodukten nicht nur in Geschmack und Nährstoffgehalt überlegen. Sie sind außerdem schnell und einfach zubereitet und bringen ihr Gewicht beim Kochen fast auf das Doppelte ohne zu verkleben, das macht sie noch dazu ausgesprochen stark im Preis-Leistungsverhältnis.

Auch für die frische Linie kann der Hersteller eine relativ lange Haltbarkeit anbieten. Hier sind es 120 Tage bei maximal sieben Grad. Dieses MHD durch verschiedene Maßnahmen ermöglicht. Sie beginnen damit, das mikrobiologische Spektrum der verwendeten Rohstoffe im Hause und extern streng zu kontrollieren. Eine aseptische Produktionsanlage schließt sich an, die Fremdkeime fernhält.

Alle Pasta-Sorten sind aus Hartweizengrieß ohne Eier und Fleisch hergestellt und praktisch cholesterinfrei. Mit jeder einzelnen Pastasorte zeigt D`Angelo, dass keine Chemie vonnöten ist, um ein Grundnahrungsmittel mit langer Manufaktur-Tradition auch heute noch mit den Eigenschaften der guten alten Zeit anzubieten.

Dass das Unternehmen zusätzlich auf der Woge eines günstigen Trends getragen wird, die den Absatz unterstützt, ist dem 25-köpfigen Team durchaus bewusst. Generell steigt der Nudelkonsum, generell geht der Trend zur gesundheitsbewussten, mediterranen Küche und generell sucht der Kunde nach schneller zubereiteten Mahlzeiten, die wohlschmeckend, sättigend und gut verdaulich sind. Gerade empfindliche Verbraucher wissen die gute Bekömmlichkeit zu schätzen. Auch die steigende Nachfrage im Bereich vegetarischer Produkte passt natürlich perfekt zum Profil. Auf der Packung werden erprobte Rezepte als Anregung mitgeliefert und zusätzlich werden eingesandte Rezepte aus den Reihen der Endkunden prämiert.

Das Erscheinungsbild vermittelt mediterrane Lebensart, stilvolles Genießen, Pasta-Kompetenz aus Tradition und italienische Leichtigkeit. Hier soll trotzdem weiter gefeilt werden, um noch mehr Aufmerksamkeit beim Endkunden zu erreichen. Gemeinsamkeit ist ein wichtiger Leitgedanke in der italienischen Mentalität des Unternehmens. Ein funktionierender Verbund macht alle stark: die Firma, die Kunden und die Mitstreiter.


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